16. Internationales Beckumer Volksbank-Stabhochsprung-Meeting

 

Schwarzer Kleber bringt Glück

 

Beckum (SuZ). Sie ist ihrer Favoritenrolle absolut gerecht geworden: Lisa Ryzih gewann gestern das 16. internationale Stabhochsprungmeeting der Volksbank Beckum-Lippstadt im Jahnstadion mit einer übersprungenen Höhe von 4,50 Metern im ersten Versuch. Somit lässt ein neuer Stadionrekord noch immer auf sich warten.

Nur allzu gern hätten die Besucher – zu Spitzenzeiten waren rund 2500 vor Ort – dieses Ereignis gefeiert, doch die Wetterkapriolen machten einen Strich durch die Rechnung. Zu Beginn des Hauptspringens schienen noch gute Bedingungen für die elf Leichtathletinnen zu herrschen, doch um 15.55 Uhr zogen dichte Wolken auf, die Regen und Hagel mit sich brachten. Die Veranstaltung musste kurz pausieren.

Die Zuschauer harrten tapfer aus und bekamen zum Schluss noch einen spannenden Zweikampf zwischen Lisa Ryzih und der Finnin Minna Nikanen geboten. Diese übersprang die 4,50 Meter allerdings erst im zweiten Versuch und belegte Platz zwei.

„Ein Jahr dauert die Vorbereitung auf diesen Wettkampf“, erklärte Meeting-Direktor Wolfgang Krogmeier. Nach dem Springen ist also vor dem Springen, denn in zwölf Monaten müssen neben den Planungen für die Veranstaltung auch Leichtathletik-Wettbewerbe besucht werden. Und dafür gibt es mit Christof Kelzenberg einen äußerst kompetenten Moderator. Er kennt die Springerinnen wie kein anderer, hat alle Daten und Erfolge der Teilnehmerinnen im Kopf und ein Netzwerk geschaffen, das der Veranstaltung zu Gute kommt.

Die rund 50 ehrenamtlichen Helfer des TV Beckum waren besonders nach dem Regenschauer gefragt, als die Bahn getrocknet werden musste.

Lisa Ryzih versuchte sich noch an 4,60 Metern, stieg aber direkt nach dem ersten Versuch aus. In zwei Wochen startet sie beim Weltcup in Marrakesch – eine Verletzung kann sie sich nicht leisten. Zum Schluss winkte sie mit ihrer vom schwarzen Kleber gezeichneten Hand in die Kamera (siehe kl. Bild mit Christof Kelzenberg). Bis vor einem Jahr hat sie nur Magnesium verwendet. „Mit der Mischung aus Harz und Benzin verteilt sich der Druck anders auf dem Stab, das hat mir heute wohl Glück gebracht“, strahlte die Gewinnerin.

Auf dem Siegertreppchen machten es sich (v. l.) Minna Nikkanen (Zweite) aus Finnland, Siegerin Lisa Ryzih und die Italienerin Roberta Bruni (Dritte) bequem.

Offizielles Endergebnis 

Bericht aus "Die Glocke" vom 25.08.2014

Bilder: Zwehn

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