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Leichtathletik

Interview mit Bundestrainer Herbert Czingon:

„Sind zurück in der Weltspitze angekommen“

Bundestrainer Herbert Czingon

Jelena Isenbajewa – wer sonst? Die Weltrekordlerin ist jetzt auch Olympia-Siegerin. Was, Herr Czingon, kommt nach Isenbajewa?

Bislang hat es keine andere Athletin außer Jennifer Stuczynski (USA) geschafft, die Fünf Meter ernsthaft anzugreifen, sie könnte zu einer echten Rivalin für Isinbajewa werden. Aber der Stabhochsprung ist immer noch eine sehr junge Disziplin, schnelle Entwicklungen an die absolute Weltspitze sind nicht ausgeschlossen, siehe Stuczynski. Es müssen Athletinnen sein, die sowohl die nötigen körperlichen Voraussetzungen mitbringen, als auch über ausgewogene athletische Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen und den hohen psychischen Anforderungen in Training und Wettkampf standhalten können. Dann werden Leistungen über fünf Meter nicht nur einer Athletin vorbehalten sein.

Drei deutsche Damen waren in Peking am Start. Sind Sie mit dem Abschneiden des Trios zufrieden? Wie stufen Sie die von Hingst, Spiegelburg und Reiberger gezeigten Leistungen ein?

Ich bin als Bundestrainer zu 100 Prozent mit unseren drei Athletinnen zufrieden. Das ist ein großer Erfolg für uns. Vor allem Carolin Hingst und Silke Spielelburg sind an ihre Bestleistungen herangekommen, und auch Nastia Reiberger landete nur wenig unter ihrer Bestleistung. Das ist ein Vorbild für unsere gesamte Mannschaft. Es ist sehr gut, dass wir damit wieder in die Weltspitze zurückgekommen sind.

Welche der deutschen Stabhochspringerinnen sehen Sie künftig im internationalen Vergleich vorn? Wer kann neben Silke Spiegelburg in die Fußstapfen von Annika Becker oder Carolin Hingst treten?

Wir haben das Glück, dass eine leistungsstarke Nachwuchsgruppierung mit international konkurrenzfähigen Anschlussleistungen hungrig darauf ist, in die Weltspitze vorzustoßen. Dazu zähle ich insbesondere Julia Hütter, wenn sie von ihrer schweren Verletzung genesen ist, sowie Lisa Ryzih und Anna Battke.

Wie stufen Sie die Nachwuchsförderung im DLV ein? Sehen Sie im Jugend-Bereich Talente, die in den kommenden Jahren in die internationale Spitze vorstoßen können?

Der Stabhochsprung gehört schon traditionell zu den stärksten Disziplinen im Nachwuchs des DLV. Wichtig ist mir dabei nicht, ob jedes Jahr bei der JEM oder JWM eine Medaille gewonnen wird, sondern dass diese Nachwuchserfolge immer wieder neue Athletinnen hervor bringen, deren Leistungen durch weitere Steigerungen der Trainingsbelastung entwicklungsfähig bleiben.

In Beckum findet am 31. August das 10. Internationale Beckumer Volksbank-Stabhochsprung-Meeting der Frauen statt. Sie waren schon häufig Gast im Jahnstadion. Welchen Stellenwert hat für Sie das Beckumer Meeting?

Das Beckumer Meeting hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Juwel in der deutschen Meeting-Landschaft entwickelt. Vorbereitung und Durchführung durch das Organisatorenteam sind mustergültig, der Zuschauerzuspruch und die Stimmung phänomenal. Der einzige Wermutstropfen für mich als Bundestrainer ist der späte Termin nach den jeweiligen internationalen Meisterschaften, so dass wir dieses tolle Meeting nicht zum Saisonaufbau nutzen können. Aber vielleicht sind hier in der Zukunft Veränderungen möglich.

Raum für die Antwort auf eine nicht gestellte Frage: Was wünschen Sie sich für das Beckumer Stabhochsprung-Meeting 2008?

Ich wünsche mir gute Wettkampfbedingungen ohne Regen und störenden Wind und dass eine deutsche Athletin die starke internationale Konkurrenz besiegt!

2008-08-20-AL

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TV Beckum Sportprogramm

12. Beckumer Volksbank-Stabhochsprung-Meeting
© TV Beckum 1892 e.V.
Letzte Änderung: 15.09.2005 09:29:33
V.i.S.d.P.: Wolfgang Krogmeier, Mühlenweg 210, 59269 Beckum und Ingo Weißenborn, Christine-Koch-Str. 13, 59269 Beckum

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