Hoch hinaus ging es für Katie Nageotte. Sie übersprang in Beckum zum ersten Mal bei einem Freiluft-Wettkampf 4,80 Meter. Damit siegte sie. Bild: Edelkötter

Trotz schwieriger Bedingungen haben die rund 3500 Zuschauer gestern ein hochklassiges 20. Internationales Stabhochsprung-Meeting verfolgen können. Am Anlauf störten Wespen die Konzentration der Sportlerinnen, an der Matte wehte ein zum Teil starker Wind. Am Besten kam damit Katie Nageotte aus den USA zurecht. Sie gewann mit persönlicher Bestleistung von 4,80 Metern. Die junge Amerikanerin, die in diesem Jahr in der Halle bereits 4,91 Meter übersprang, schaffte in Beckum als einzige der da noch verbliebenen drei Stabhochspringerinnen die 4,80 Meter. Topfavoritin und Fünfmeter-Springerin Sandi Morris scheiterte an der Höhe ebenso wie Ninon Guillon-Romarin aus Frankreich, die einen Landesrekord hätte aufstellen können. Morris hatte etwas Pech, bei ihrem dritten Versuch blies der Wind besonders stark.

Die EM-Bronzemedaillengewinnerin Holly Bradshaw wurde mit übersprungenen 4,60 Metern Vierte. Meeting-Rekord-Halterin Yarisley Silva aus Kuba schied früh aus. Sie hörte nach 4,18 Metern auf, weil die Achillessehne schmerzte. „Sie hat Angst, dass die Sehne reißt“, erläuterte Christoph Kelzenberg die Beweggründe der Kubanerin. Für Kelzenberg war dieses Meeting ein besonderes. Er erhielt vom Bernhard Bussmann, Vizepräsident des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbands, die Silberne Ehrennadel überreicht.

Auch Chef-Organisator Wolfgang Krogmeier wird sich mit Freude an diesen 20. Geburtstag erinnern. Denn er erhielt von der Stadt Beckum und Hauptsponsor Volksbank Beckum-Lippstadt die Zusage, dass es mit dieser Veranstaltung noch lange weiter gehen wird. „Die Stadt Beckum liebt Stabhochsprung“, stellte der Stellvertretende Bürgermeister Dr. Rudolf Grothues klar. Stefan Hoffmann, Volksbank-Vorstand, betonte: „Das ist so eine tolle Veranstaltung mit so tollen Zuschauern, da kann man doch gar nicht aufhören.“

Mehr als 50 Helfer waren vom Vormittag an im Einsatz, um dem Wettbewerb diesen ganz speziellen Meeting-Charakter zu verleihen. Um 12 Uhr zeigte zunächst der Stabhochsprung-Nachwuchs sein Können. Es gewann die Juniorinnen-Europameisterin Leni Freyja Wildgrube mit 4,01 Metern. „Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte drei Wochen Ferien und trainiere erst seit einer Woche wieder“, berichtete die Potsdamerin im Gespräch mit der „Glocke“. Sport

Bericht/Bild aus „Die Glocke“ vom 27.08.2018