Eine, die über 50 Minuten hinweg vieles richtig gemacht hat: Marie Pahlenkemper war mit fünf Treffern Beckums beste Schützin.

Blomberg. Mit Bielefeld/Jöllenbeck, der HSG Blomberg-Lippe und Minden-Nord wurden sie einer starken Gruppe zugeordnet. Und auch die Ansetzung des ersten Spiels der Oberliga, Freitagabend, 20:30 Uhr im 100 km entfernten Blomberg dürfte wohl kaum als herzliches Willkommensgeschenk gewertet worden sein. Doch all das ließ die B-Juniorinnen des TV Beckum unbeeindruckt. Im Gegenteil: die HSG hatte es schwer durch die starke Abwehr der Gäste zu dringen. Blombergs Nr. 1, die gerade noch im Finale des Deutschland-Cups ihre Klasse bewiesen hatte, musste einen um den anderen Treffer hinnehmen. Nach 11 Minuten führte der TVB mit drei Toren (1:4). „Das haben wir richtig gut gemacht. Gerade im ersten Viertel der ersten Halbzeit waren wir die stärkere Mannschaft“, zeigte sich Dirk Nordberg begeistert. Dann pirschte sich die HSG langsam heran. In der 17. (5.5), 20. (6:6) und 21. (7:7) schaffte sie den Ausgleich, in der Folgeminute gelang es ihr zum ersten Mal die Führungsrolle zu übernehmen – bevor Marie Pahlenkemper (TVB) erneut gleichziehen konnte. Nach dem Schlusspfiff verwandelte die Nr. 9 des Gastgebers einen Siebenmeter und nahm die knappe 10:9-Führung mit in die Halbzeitpause. Noch war die Partie vollkommen offen.

Dann aber, am Anfang der zweiten Hälfte direkt das Desaster: Blomberg belohnte sich gleich dreimal in Folge. Die anfangs so starke Beckumer Abwehr ließ Raum dafür. Dazu kam es zu unnötigen Ballverlusten seitens der Gäste – klare Chancen wurden vergeben. „Es lag nicht daran, dass Blomberg besser ins Spiel fand, sondern daran, dass wir das Niveau nicht halten konnten – zumindest nicht auf allen Positionen. Gerade auf Außen hatten wir so unsere Probleme“, analysierte der Beckumer Trainer. Zeitweise ging die HSG mit sechs Treffern in Führung (19:13, 40.), dann wieder konnte Beckum auf drei verkürzen. Am Ende stand es 24:18 für die HSG Blomberg-Lippe. Fakt ist: Es war eine Begegnung auf Augenhöhe, die auch ohne weiteres anders hätte ausgehen können.

TVB: Kuhlhüser (TW), Hoppe (TW), Lüdeke, Nordberg J. (3), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (5), Turowski (2), Holling (3/1), Berief, Große-Westhoff, Frölich

Bericht/Bilder Karen Kliewe