Gut in Szene setzen, wie hier Jannick Striethorst, reicht nicht. Man muss auch treffen. Daran haperte es beim TV Beckum. Bild: weg

Beckum (hh). Auch wenn der Tabellenvierte TV Werne als klarer Favorit nach Beckum gereist war, hatten sich die Bezirksliga- Handballer des TV Beckum in eigener Halle eine Siegchance ausgerechnet.
Doch aus einem Erfolg im letzten Spiel der Hinrunde wurde nichts. Mit 22:25 (13:13) musste sich die Mannschaft von Trainer Thomas Vogt geschlagen geben und scheiterte dabei weniger an der Klasse des Gegners als vielmehr an der eigenen schlechten Chancenverwertung. „Wir haben den gegnerischen Torwart warm geschossen“, ärgerte sich der TVB-Trainer. Zunächst hatten es die Beckumer bei Martin Wulfert oben probiert, doch da war er kaum zu überwinden. Und als sie endlich auch mal unten warfen, hatte sich der Werner Torwart schon so in einen Rausch gespielt, dass auch da nichts mehr zu machen war.

„Der Wulfert war schon wirklich gut, aber wir haben uns das Leben auch selbst schwergemacht“, haderte Vogt mit der mangelnden Konzentration. Allein viermal scheiterte der TVB von der Siebenmeterlinie, dazu kamen noch etliche weitere freie Würfe. „Wenn man nur 22 Tore wirft, dann kann man auch nicht gewinnen“, gab sich der Beckumer Trainer realistisch.
Nur beim 1:0 (2.) lag der TVB in Führung, dann übernahm Werne das Kommando. Zwar gelang es der Vogt-Sieben, in der ersten Halbzeit mehrmals auszugleichen und auch mit einem 13:13 in die Pause zu gehen, doch im zweiten Spielabschnitt setzten sich die Gäste dann langsam, aber sicher immer weiter ab.
Über 17:14 (35.) und 22:17 (43.) bauten sie ihre Führung vorentscheidend auf 24:19 (48.) aus. „Werne hat heute verdient gewonnen“, räumte Vogt ein.

TVB: Große-Lohmann, Kohlhaas – Kaiser (7/2), Stake (4), Striethorst (4), Holtmann (3), Tom Kösters (2), Donat (1), Justus Kösters (1), Gerndt, Jan Vogt, Leinkenjost, Gottwald und Rieping.

Bericht/Bild aus der Glocke vom 14.01.2019