Weibliche A gelingt Heimsieg
Beckum entscheidet spannendes Duell am Ende für sich

Beckum. Es war dünn im Rückraum der weiblichen A, als sie am vergangenen Sonntag den FC Vorwärts Wettringen empfing. Durch die Ausfälle von Tessa Holling und Hanna Große-Westhoff fehlte Trainer Dirk Nordberg das geeignete Mittel für den kräfteschonenden Angriff aus der Entfernung. Die massive Abwehr von Wettringen verhielt sich defensiv, versuchte die Räume klein zu halten. Und Beckum ließ sich davon beeindrucken.

Jana Güttler frei vor’m Tor, bereit sich zu belohnen. Das sah oft anders aus. Zumeist wurde sie von zwei Seiten in die Mangel genommen.

„Wir haben uns schwer getan. Die 1:1-Kämpfe sind wir nicht konsequent genug angegangen, haben nicht klug genug agiert. Über Außen lief es bis zum Schluss nicht rund“, meinte Nordberg. Immerhin schafften die Beckumer es, sich im Spiel zu halten. Die meiste Zeit betrug die Tordifferenz gerade mal einen Zähler. Der Halbzeitstand von 11:11 war bezeichnend.

In der zweiten Hälfte stand Beckums Abwehr besser. Torhüterin Ann-Christin Hoppe musste nicht mehr so oft ran.

In der zweiten Hälfte dann übernahm Beckum die zugegeben knappe Führung (15:13, 41.). „Die Abwehr war gut. Vorn haben wir es geschafft über das Tempospiel besser in Fahrt und somit zu schnelleren Abschlüssen zu kommen. Großen Anteil hatten hier sicherlich die vier B-Juniorinnen. Und, obwohl der FC dann dazu überging unsere 13 in Manndeckung zu nehmen, haben wir Lösungen gefunden, sind trotzdem zum Abschluss gekommen“, so der TVB-Trainer.

Dirk Nordberg gibt den A-Juniorinnen taktische Anweisungen. Letztendlich reichte es, um Wettringen zu besiegen.

Am Ende reichte es für einen 24:20-Sieg, der der Heimsieben die ersten zwei Punkte der Oberliga-Vorrunde beschert.

Kuhlhüser A. (TW), Schlautmann (TW), Güttler (1),Vogt (1), Turowski (4/3), Hülsen (1), Weber (1), Lüdeke (3), Dürre (1), Fischer(1), Nordberg J. (9/1), Pahlenkemper (2), Berger

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Beckums Abwehr spielentscheidend
Geduld der weiblichen B wird auf die Probe gestellt

Everswinkel. „Wir haben viel richtig gemacht. Aber manchmal steckt der Teufel in wenigen Zentimetern“, zog Dirk Nordberg, Trainer der Beckumer Juniorinnen Bilanz. Dabei starteten die ersten Minuten der Oberliga-Vorrunden-Partie SC DJK Everswinkel gegen den TVB für die Gäste höchst vielversprechend (0:3, 3.) Doch dann begann eine lange, frustrierende Phase von hauchdünn verpassten Chancen. Während die Abwehr der Nordberg-Sieben exzellente Arbeit leistete, fehlte vorn das Quentchen Glück. Die Latten- und Pfostentreffer knallten nur so durch die Halle, und sprangen danach – wenn schon glücklos, dann richtig – direkt in die Arme des Gegners.

Marie Pahlenkemper (m.) zeigte tolle 1:1-Kämpfe. Den Lohn dafür erhielten sie und ihre Mannschaft in der zweiten Hälfte.

„Wir konnten uns einfach nicht belohnen. Unsere Abwehr hat uns im Spiel gehalten. Obwohl wir die schönsten Chancen herausgespielt haben, frei vor’m Tor standen, wollte das Runde einfach nicht ins Eckige“, so Nordberg. Beckums Vorsprung schrumpfte langsam aber beharrlich über 2:3 (6.) und 7:7 (16.) bis hin zum Halbzeitstand von 11:9 (25.). Die Hoffnung der Fans war, dass sich das Team von so viel Pech nicht entmutigen lassen würde – und sie wurden nicht enttäuscht.

Rina Nordberg wusste sich durchzusetzen – auch wenn der Weg zum Sieg diesmal viel Geduld erforderte.

In der zweiten Hälfte schien der Knoten geplatzt. Der SC musste zusehen, wie Beckum das Spiel drehte und sich einen komfortablen Vorsprung erkämpfte (15:19, 42.). „Sicher, einige Torchancen haben wir dadurch vergeben, dass wir die Bälle nicht gut genug platziert, es der gegnerischen Torhüterin zu einfach gemacht haben. Trotzdem bin ich mehr als zufrieden mit unserer Leistung. Wir sind drangeblieben, haben es einfach immer wieder versucht, uns nicht runterziehen lassen. Eine große mentale Leistung – ein echter Arbeitssieg“, freute sich Nordberg. Am Ende siegte der TVB mit 18:22 Toren.

Kuhlhüser A. (TW), Kliewe, Pahlenkemper (7), Nordberg J. (9/3), Römer, Nordberg R. (4/1), Steinhoff, Berief (2), Berger, Frölich

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Sportlerjahresehrung 2018

Weibliche B1 freut sich über Titel

Beckum. Nachdem die weiblichen Juniorinnen, unter Dirk Nordberg (Trainer), Markus Pahlenkemper (Torwarttrainer) und Kai Boek (Physiotherapeut), schon 2016 zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, ihnen 2017 der zweite Platz zugesprochen wurde, konnten sie am vergangenen Samstagvormittag den Pokal erneut in Empfang nehmen. Die Freude war groß, da diese Auszeichnung für die Mädchen alles andere als selbstverständlich war. Große Chancen hatte man auch den anderen nominierten Mannschaften zugesprochen. So aber durften viele der Mädchen zum dritten Mal feiern. Ihr besonderer Dank geht an die vielen Unterstützer, die diese Auszeichnung ermöglicht haben. Vielleicht gibt sie genau den richtigen Motivationsschub, um erfolgreich in die neuen Qualifikationsrunden zu starten, denn: nach der Saison ist immer auch vor der Saison.

Für ihre besondere Leistung im vergangenen Jahr erhielt die weibliche B1 die Auszeichnung: Mannschaft des Jahres 2018.

Tessa Holling gab bereitwillig Auskunft.

Nicht nur souverän auf dem Feld, auch beim Interview auf der Bühne: Tessa Holling.

Goße Freude über den Titel gab es bei: (o.l.) Markus Pahlenkemper, Marleen Lüdeke, Josefine Hülsen, Tessa Holling, Anna Kuhlhüser, Hannah Berger, Nina Berief, Janne Weber, Marie Pahlenkemper, (u.l.) Kai Boek, Ann-Christin Hoppe, Sophie Turowski, Lilian Kliewe, Ina Michels, Hanna Große-Westhoff und Jana Güttler. Es fehlen: Jana Nordberg, Rina Nordberg, Kirsten Frölich, Jana Römer und Dirk Nordberg.

Wenn selbst die, für ihre Härte und Gnadenlosigkeit bekannten Trainer sentimental weden …

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Männliche C1 wird Meister in der Kreisliga
TVB – TuS West. Kamen 43:22 (21:8)

Beckum. Die männliche C1 ist in der Kreisliga des Handballkreises Hellweg Meister geworden. Nachdem die Jungs in der letzten Saison Meister in der Kreisklasse geworden waren, sind sie in dieser Saison Meister in der Kreisliga geworden. Am letzten Spieltag gewannen sie mit 43:22 Toren gegen den TuS Westf. Kamen, und wurden mit 36:0 Punkten Meister in der Kreisliga.

v.h.l.: Julian Paschedag (Trainer), Jakob Große Westhoff, Evim Zuebro, Leo Di Matteo, Ben Weghaus, Stanley Demenko, Philipp Stuckmann (Trainer)
v.v.l.: Hadi Ballouk, Till Michels, Nils Schierbrock, Jan Ostlinning, Björn Scheiperpeter, Ludger Scheiperpeter (Trainer)

Dabei hatten die Jungs im letzten Saisonspiel auch mit dem TuS Westf. Kamen keine Probleme. Sie spielten besonders in der ersten Halbzeit schnell nach vorne und hätten, bei besserer Ausnutzung der Torchancen zur Halbzeit schon höher führen können. So stand es zur Halbzeit 21:8 für den TV Beckum.
In der zweiten Halbzeit ließen die Jungs auch nichts mehr anbrennen und zogen weiter davon. Auch wenn in der Abwehr teilweise einige Nachlässigkeiten zu beklagen waren, fiel das Ergebnis mit 43:22 Toren, letztendlich doch deutlich aus.
Am Abend wurde die Meisterschaft dann im Pulvershoppen gebührend gefeiert.

Bericht/Bild Ludger Scheiperpeter


„Wenn die Nationalhymne gespielt wird – das ist schon aufregend.“
Jana Nordberg wird Vize-Meister beim Deutschland-Cup

Ein nicht alltäglicher Erfolg, auf den man stolz sein kann: Jana Nordberg wird mit der Westfalenauswahl Vize-Meister.

Beckum/Ostfildern-Nellingen. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Besten aus allen Landkreisen im Baden-Württembergischen Ostfildern, um den Deutschland-Cup auszutragen. Mit dabei: Handball-Talent Jana Nordberg vom TV Beckum, die seit zwei Jahren für den Landesverband Westfalen gesetzt ist. Mit einem Unentschieden gegen Brandenburg (13:13) ging es los. Danach waren die Westfalen kaum noch zu stoppen. Hamburg verlor mit 22:16, Mecklenburg-Vorpommern mit 26:16. Im Viertelfinale bezwangen sie Baden-Württemberg II mit 22:11 und auch das Halbfinale gegen Niedersachsen gewannen die Juniorinnen von der Westfalenauswahl deutlich mit 30:18. Am Ende mussten sie sich nur der starken ersten Baden-Württembergischen Delegation (15:25) geschlagen geben.
Wir trafen Jana Nordberg nach ihrer Rückkehr zu einem Interview.
„Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Drei Tage Deutschland-Cup, drei Tage im Wettkampf gegen die Besten der anderen Bundesländer – was war das Beeindruckendste für Dich? Was hat dich am meisten begeistert?“
Nordberg: „Das Finale! Weil man da eingelaufen ist und einzeln vorgestellt wurde. Die Nationalhymne wurde gespielt, wir waren live im Fernsehen zu sehen – das war schon aufregend.“
„Welche Chancen hattest Du Euch vorher ausgerechnet?“
Nordberg: „Wir hätten niemals gedacht, dass wir so weit kommen. Erst als wir die Vorrunde überstanden und das Viertelfinale eindeutig gewonnen hatten, wussten wir: Wir können es bis ins Finale schaffen.“
„Dann das Finale: mehrmals ward Ihr bis auf drei Zähler ran. Am Ende wurde es doch ein eindeutiger Sieg für das Gastgeberland. Wie groß war die Enttäuschung den Meistertitel verpasst zu haben? Oder war sie gleich da, die Freude Vize-Meister von ganz Deutschland geworden zu sein?“
Nordberg: „Die Enttäuschung war schon da, als wir gemerkt haben, dass es nicht reichen würde. Baden-Württemberg I war aber auch ein extrem starker Gegner und der Stolz es bis ins Finale geschafft zu haben hat schnell überwogen.“
„Wie geht es nun weiter? Die Förderung in Form der Westfalenauswahl ist für Dich damit beendet.“
Nordberg: „Die vom DHB gesichteten, eingeladenen Talente, wie z.B. das All-Star-Team werden weiter gefördert. Die Chance dabei zu sein ist extrem gering, da wir als 2003er nur ein Auffülljahrgang für die 2002er sind.“
„Gibt es etwas, was Du im Handball unbedingt noch erreichen möchtest?“
Nordberg: „Mein Traum wäre es mal in der Bundesliga zu spielen – und natürlich in der Nationalmannschaft.“
„Um das zu schaffen, müsstest Du da nicht eigentlich den Verein wechseln? Für die DHB-Profis steht fest, dass eine erfolgreiche Karriere eng verbunden ist mit der intensiven Förderung durch einen leistungsorientierten Verein. Gibt es also bald einen Wechsel?“
Nordberg: „Nein. Mein Ziel ist es, mit meiner Mannschaft, für den TV Beckum, in die A-Junioren-Bundesliga einzuziehen. Wir haben schon so Vieles geschafft. Seit drei Jahren in Folge spielen wir nun Oberliga. Sollte die nächste Saison einen gegenteiligen Trend zeigen, kann ich mir immer noch Gedanken über einen Wechsel machen.“
„Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin.“
Nordberg: „Gern. Dankeschön.“


Turnverein Beckum
Handball-Nachwuchs genießt das Training mit den Profis

Beckum (Kro). Trainieren wie die Handball-Profis, dieses seltene Vergnügen hatten die Kinder und Jugendlichen des Beckumer Turnvereins in dieser Woche. Beim TVB-Nachwuchs waren Trainer und Spieler des heimischen Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen zu Gast. Die bekannten Sportler vermittelten dem Handball-Nachwuchs Tricks und Tipps.

Mit Handball-Profi Mex Raguse starteten die Spielerinnen und Spieler des TV Beckum in das Techniktraining in den Sporthallen am Berufskolleg in Beckum. Bilder: Krogmeier

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr haben der TV Beckum und der Zweitligist aus Hamm ihre bestehende Kooperation erneut mit Leben gefüllt. Mit Jan von Boenigk, Felix Storbeck und Mex Raguse waren drei Stammspieler des Bundesligisten gemeinsam mit Co-Trainer Christof Reichenberger, der an der Seite des Sportlichen Leiters und Trainers Kay Rothenpieler für die Mannschaft aus dem Hammer Stadtteil Uentrop verantwortlich zeichnet, in der Püttstadt zu Gast.

Die Trainingsarbeit mit dem Ball stand für die Beckumer Jugendlichen gemeinsam mit Christof Reichenberger im Mittelpunkt.

Mehr als 70 aktive Mädchen und Jungen versammelten sich in den beiden Sporthallen des Berufskollegs, um dieses besondere Handball-Training zu genießen. Von den Minis des Jahrgangs 2011 bis hin zu den 18-jährigen A-Jugendlichen waren alle Altersklassen vertreten. Die Gäste aus Hamm verstanden es, den TVB-Nachwuchs mit anspruchsvollem und altersgerechtem Technik-Training zu fordern. Bei den Übungen stand natürlich immer das runde Handball-Leder im Mittelpunkt. Entsprechend begeistert waren die Beckumer Spielerinnen und Spieler bei der Sache.

Mehr als 70 Kinder und Jugendliche des TV Beckum beteiligten sich am Training mit den Akteuren des ASV Hamm-Westfalen.

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Hamm-Westfalen hatte Beckums Handball-Geschäftsführer Henning Huckebrink die Aktion organisiert. „Unsere Jugendlichen haben das Training mit den Profis genossen und viel dabei für ihr Spiel und ihre Mannschaften gelernt“, zog Huckebrink im Gespräch mit der „Glocke“ eine rundum positive Bilanz, „wir hoffen, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage des Trainings in Beckum gibt.“
Ein Wiedersehen mit den Profis gibt es für den TVB-Nachwuchs aber bereits am Freitag, 21. Dezember. Dann wird um 19.15 Uhr in der Westpress-Arena die Zweitliga-Partie des ASV Hamm-Westfalen gegen den VfL Lübeck-Schwartau angepfiffen – und die Beckumer Handball-Jugend wird live dabei sein.

Bericht/Bilder aus der Glocke vom 16.11.2018