Weibliche B beendet schwierige Saison
TVB gegen Tabellenzweiten Hemer unterlegen, aber nicht chancenlos

Beckum. Es war schon eine ordentliche Packung, die die weibliche B in Hemer kassiert hatte. Der HTV mit einem breiten, gut aufgestellten Kader konnte auf eine super Saisonleistung blicken, steht nicht umsonst auf Platz zwei. Beckums Oberliga-Phase hingegen gestaltete sich schwierig. Der ohnehin kleine Kader wurde durch den Weggang von Jana Nordberg und den zahlreichen Ausfällen durch Verletzungen und Krankheiten zunehmend geschwächt, konnte einfach nicht mehr mithalten. Beckum bekam die altersbedingte Trennung, die Aufteilung in A und B in diesem Jahr hart zu spüren. Beide Kader kämpften ständig am Limit. Umso erfreulicher, dass die Mädchen sich nicht unterkriegen ließen und weiterkämpften. So auch am gestrigen Dienstag im letzten Rückrundenspiel gegen den HTV Hemer – bis zur zehnten Minute eine sehr ausgeglichene Partie. Der TVB hatte viel Pech, traf oft den Pfosten, andernfalls wäre die Heimsieben durch ihr schnelles Umschaltspiel früh und deutlich in Führung gegangen. So aber hangelte man sich zunächst mit dem HTV von einem Remis zum anderen (4:4, 9.). Doch dann ließen die Gäste ihre Klasse durchblitzen, schafften es, innerhalb von fünf Minuten fünf Tore unterzubringen (4:10, 17.). Kleinste Abwehrfehler wurden mit einem schnellen Konter geahndet. Beckum probierte sich in der Aufholjagd, versuchte seinerseits das Tempo hochzuhalten – nicht einfach, wenn die Zahl der Auswechselspieler so übersichtlich ist. Es gab noch viele schöne Szenen, es wurde gekämpft, aber auch so einiges liegen gelassen. Hemer aber blieb in unerreichbarer Ferne (14:24, 41.). Und dann kam die Chance: doppelte Unterzahl für Hemer in der 43. Minute! Rina Nordberg begann mit einem erfolgreichen Siebenmeter, wollte mit ihrem Team schnell verkürzen. Doch der HTV ließ sich nicht unterkriegen, ging doppelt so engagiert in die gegnerische Abwehr und schaffte es, sogar mit einem Tor mehr auf dem Konto, die Pläne des TVB zu durchkreuzen. Am Ende holten sich die Gäste die zwei Punkte (19:28).

wB: Kuhlhüser A. (TW), Hoppe (TW), Ebel (2), Pahlenkemper (4), Kuhlhüser L., Römer (1), Nordberg (5/2), Steinhoff, Berief (2/1), Berger (3), Frölich (2)

Bericht Karen Kliewe


Aggressive Abwehr und variabler Angriff lässt A-Juniorinnen punkten
TV Beckum schlägt ASC Dortmund deutlich mit 27:18

Beckum. Es ist längst noch nicht alles rosarot, im Wettkampfalltag der TVB-Juniorinnen – trotzdem merkte man dem Team der weiblichen A die Erleichterung an, als es am vergangenen Sonntag den ASC 09 Dortmund empfing. „Endlich konnten wir mit einem zahlenmäßig annähernd normalen Kader antreten. Die weibliche B ist mit ihrer Saison durch und konnte uns tatkräftig unterstützen“, freute sich Torwarttrainer Markus Pahlenkemper. Auch Rückraumgröße Tessa Holling war endlich wieder mit von der Partie. Acht Monate musste sie verletzungsbedingt aussetzen und meldete sich gestern gegen den ASC erfolgreich zurück.

Nach acht Monaten Pause zurück: Tessa Holling (Archivbild) war mit acht Treffern beste Schützin des TVB. Sie und ihr Team konnten den Saisonschluss mit einem Sieg gegen den ASC Dortmund feiern.

Zu Anfang noch verhalten (5:2, 12.), fanden die Beckumer immer besser ins Spiel (10:4, 20.) und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Zur Pause führten sie bereits mit sechs Toren (12:6). Die Heimsieben glänzte mit einer durchsetzungsfähigen und beweglichen Abwehr, und ließ sich auch vorn einiges einfallen. Sowohl der torgefährliche Rückraum – allein das Comeback von Tessa Holling brachte dem Gastgeber acht Treffer ein – als auch das Kreisläuferspiel konnte sich sehen lassen. Um den Run zu stoppen, sah Dortmund oftmals nur ein Foul als Mittel der Wahl. Ganze sieben Siebenmeter waren die Konsequenz. Geschenke, die die Beckumer Juniorinnen gern annahmen – sie verwandelten gleich sechs davon. In der zweiten Hälfte änderte sich wenig. Der TVB dominierte die Partie. In der 48. Minute war der Vorsprung bereits auf komfortable elf Tore (23:12) gewachsen. Dann aber traf Dortmund viermal in Folge, verkürzte auf sieben. Das war sechs Minuten vor Abpfiff. Die zart aufkeimende Hoffnung der Gäste wurde jedoch schnell zerschlagen, indem Beckum hinten einfach wieder dicht machte. Ganze drei Minuten dauerte es, bevor der nächste Ball das Netz zwischen den Pfosten traf – und das war auf Seiten der Gäste (24:16). Im Schlussakkord war die Ausbeute für die Heimsieben größer. Sie gewann mit 27:18.

Schlautmann (TW), Hoppe (TW), Güttler (4/3), Ebel, Große-Westhoff, Turowski (6/2), Holling (8/1), Weber, Berief (2), Berger (3), Pahlenkemper (4)

Bericht/Bild Karen Kliewe


Internationales Jugendturnier Schweden
Handball-Erlebnis der Superlative

Lund (Schweden). 711 Mannschaften aus 13 Nationen, hochgerechnet 10.000 Kinder und Jugendliche, einige gar aus dem fernen China – damit haben die Schweden „zwischen den Jahren“ erneut das weltweit größte Handball-Jugendturnier ausgerichtet. Zum ersten Mal mit dabei: zwei weibliche Teams des TV Beckum. „Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln zu können – und das bei so hochklassigen Gegnern – ein unschätzbares Gut“, schwärmte Trainer Dirk Nordberg und meldete seinen B-Kader in der Elite-Gruppe. „Überambitioniert“ ist wohl das Wort, das jedem, der die skandinavische Handball-Szene kennt, durch den Kopf schoss. Allein Ausrichter Lund, 87.000 Einwohner groß (zum Vergleich: Münster in Westfalen kommt auf 310.000) stellte 34 Mannschaften. Die B-Juniorinnen durften sich also auf einiges gefasst machen. Zudem landeten sie in der stärkeren der zwei Elite-Gruppen, aus der der spätere Turniersieger Kristianstad hervorgehen sollte. „Ein unfassbares Erlebnis! Es hat die Mädchen richtig nach vorn gebracht. Wir haben das E-Jugend-Prinzip wieder hervorgekramt und uns über Kleinigkeiten gefreut“, zeigte sich Nordberg trotz der hohen Niederlagen gegen Kristianstad, H43 Lund (beide Schweden), Oure I.E. (Dänemark) und Önnereds (Schweden) begeistert. Als Tabellenletzter ging es im Play-Off gegen den Zweiten der Gruppe fünf Eslövs IK2 (Schweden), der zuvor Münster und Nellingen geschlagen hatte. Hier zeigte sich, dass es mehr als vier deutliche Niederlagen brauchte, um die Mannschaftsmoral zu brechen. Schnell ging der TVB in Führung, konnte diese zwischenzeitlich auf fünf ausbauen und siegte mit 15:13. Beflügelt stellte man sich im Achtelfinale dem schwedischen Lugi, vierter der Elitegruppe zwei. Und auch hier schlug man sich respektabel, machte es dem Gegner gerade in der zweiten Hälfte schwer. Den Kampf um den Einzug ins Viertelfinale mussten sie zwar verloren geben (14:19), mit ihrer Leistung dürften die B-Juniorinnen samt Trainerteam trotzdem zufrieden gewesen sein. Auch die A-Mädchen hatten zu kämpfen. Die dänischen Teams Herning Ikast 2 und Ajax 2 ließen sich ebenso wenig bezwingen wie Alpha-Antwerpen aus Belgien. „Die Skandinavier spielen extrem schnell und mit viel Druck. Es war schwer. Wir waren mit acht Feldspielern dünn besetzt. Immer wieder mussten B-Mädchen aushelfen, die selbst einiges in den Knochen hatten“, so Nordberg. Um so wohltuender war der deutliche Sieg gegen das Tecklenburger Land (17:7). Als Tabellenvierter ging es für die A direkt ins Viertelfinale. Gegner: das dänische Amager. Das aber wies den Beckumer Jung-Jahrgang deutlich in seine Schranken und sorgte für das Turnier-Aus. „Neben den eigenen Wettkämpfen haben wir uns viele Spiele angesehen, einige unfassbar gute Teams erlebt und die Atmosphäre genossen. Wir nehmen ne Menge toller Erfahrungen mit nach Hause“, schloss Nordberg. Gegner aus der heimischen Qualirunde (Dortmund, Everswinkel etc.) wurden als deutsche Mitstreiter selbstverständlich mit viel Applaus von der Seitenlinie unterstützt. Insgesamt blicken die 22 Jugendliche auf fünf unvergessliche Tage zurück, die nur möglich waren, weil Verein, Trainer und Eltern an einem Strang gezogen, sich die Mannschaftsbeauftragte um die Organisation gekümmert und die Betreuer auf dieses Abenteuer eingelassen haben. Ein großes Lob und der Dank der Mädchen geht also an den TVB, die Sponsoren und besonders an die Trainer und Betreuer, die Zeit, Urlaub und Nerven geopfert haben.

Bericht Karen Kliewe


Sportlerjahresehrung 2018

Weibliche B1 freut sich über Titel

Beckum. Nachdem die weiblichen Juniorinnen, unter Dirk Nordberg (Trainer), Markus Pahlenkemper (Torwarttrainer) und Kai Boek (Physiotherapeut), schon 2016 zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, ihnen 2017 der zweite Platz zugesprochen wurde, konnten sie am vergangenen Samstagvormittag den Pokal erneut in Empfang nehmen. Die Freude war groß, da diese Auszeichnung für die Mädchen alles andere als selbstverständlich war. Große Chancen hatte man auch den anderen nominierten Mannschaften zugesprochen. So aber durften viele der Mädchen zum dritten Mal feiern. Ihr besonderer Dank geht an die vielen Unterstützer, die diese Auszeichnung ermöglicht haben. Vielleicht gibt sie genau den richtigen Motivationsschub, um erfolgreich in die neuen Qualifikationsrunden zu starten, denn: nach der Saison ist immer auch vor der Saison.

Für ihre besondere Leistung im vergangenen Jahr erhielt die weibliche B1 die Auszeichnung: Mannschaft des Jahres 2018.

Tessa Holling gab bereitwillig Auskunft.

Nicht nur souverän auf dem Feld, auch beim Interview auf der Bühne: Tessa Holling.

Goße Freude über den Titel gab es bei: (o.l.) Markus Pahlenkemper, Marleen Lüdeke, Josefine Hülsen, Tessa Holling, Anna Kuhlhüser, Hannah Berger, Nina Berief, Janne Weber, Marie Pahlenkemper, (u.l.) Kai Boek, Ann-Christin Hoppe, Sophie Turowski, Lilian Kliewe, Ina Michels, Hanna Große-Westhoff und Jana Güttler. Es fehlen: Jana Nordberg, Rina Nordberg, Kirsten Frölich, Jana Römer und Dirk Nordberg.

Wenn selbst die, für ihre Härte und Gnadenlosigkeit bekannten Trainer sentimental weden …

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Männliche C1 wird Meister in der Kreisliga
TVB – TuS West. Kamen 43:22 (21:8)

Beckum. Die männliche C1 ist in der Kreisliga des Handballkreises Hellweg Meister geworden. Nachdem die Jungs in der letzten Saison Meister in der Kreisklasse geworden waren, sind sie in dieser Saison Meister in der Kreisliga geworden. Am letzten Spieltag gewannen sie mit 43:22 Toren gegen den TuS Westf. Kamen, und wurden mit 36:0 Punkten Meister in der Kreisliga.

v.h.l.: Julian Paschedag (Trainer), Jakob Große Westhoff, Evim Zuebro, Leo Di Matteo, Ben Weghaus, Stanley Demenko, Philipp Stuckmann (Trainer)
v.v.l.: Hadi Ballouk, Till Michels, Nils Schierbrock, Jan Ostlinning, Björn Scheiperpeter, Ludger Scheiperpeter (Trainer)

Dabei hatten die Jungs im letzten Saisonspiel auch mit dem TuS Westf. Kamen keine Probleme. Sie spielten besonders in der ersten Halbzeit schnell nach vorne und hätten, bei besserer Ausnutzung der Torchancen zur Halbzeit schon höher führen können. So stand es zur Halbzeit 21:8 für den TV Beckum.
In der zweiten Halbzeit ließen die Jungs auch nichts mehr anbrennen und zogen weiter davon. Auch wenn in der Abwehr teilweise einige Nachlässigkeiten zu beklagen waren, fiel das Ergebnis mit 43:22 Toren, letztendlich doch deutlich aus.
Am Abend wurde die Meisterschaft dann im Pulvershoppen gebührend gefeiert.

Bericht/Bild Ludger Scheiperpeter