TV Beckum – SC Greven 09 12:25 (6:11)
Nordberg-Sieben zu langsam und ohne Ideen

Beckum. War es in der Auswärtspartie gegen den SC Greven 09 noch eine verdammt knappe Kiste, so zeichnete sich das Debakel im Rückrundenspiel für die Beckumer früh aus. Die Gäste machten Druck, spielten temporeichen Handball – zeigten trotzdem ein hohes Maß an Passsicherheit. Die Heimsieben dagegen bremste sich selbst immer wieder aus, weil Teile des Teams nicht mitzogen. Es fehlte an Bewegung, vor allen Dingen aber an Ideen, die gegnerische Abwehr zu überwinden.

Josefine Hülsen konnte gegen den SC Greven 09 nur wenig ausrichten.

Und so zogen die Gäste von einem 0:2 (2.), über ein 1:6 (13.) bis zu einem 2:8 (18.) davon. Mit Rina Nordberg, Hannah Berger, Marie Pahlenkemper und Nina Berief ließ Trainer Dirk Nordberg in der 18. Minute gleich vier B-Mädchen auflaufen – die sollten’s richten. Und tatsächlich, zunächst schien der Plan aufzugehen: Beckum verkürzte bis zur 20. auf 5:8. Der Traum, so weiterzumachen, das Spiel drehen zu können, blieb aber leider ein Traum. Und das, obwohl die Gastgeber ganze fünfzehn Siebenmeter rausholen konnten – von denen sie unglaubliche neun verwarfen.

Die beim SC Greven sehr beliebte Taktik, die Beckumer durch einen beherzten Schritt zur Seite über den Oberschenkel fliegen zu lassen, wurde – sehr zum Ärger der Gasttrainerin – regelmäßig geahndet. Hier traf es Hannah Fischer.

Bis zur 43. Minute (9:14) gab es die kleine Hoffnung, die Niederlage zum Remis zu wandeln, oder wenigstens das Ergebnis zu schönen. Dann aber lief es vollkommen aus dem Ruder: Pässe in den Lauf des Gegners, leichtfertige Abschlüsse aus unmöglichen Positionen und viel zu wenig taktische Raffinesse vor dem gegnerischen Tor ließen das Haben-Konto des SC schnell wachsen.

Hanna Große-Westhoff schaffte es, trotz häufiger Anläufe nicht, die Grevener Abwehr zu überwinden. Den Beckumern fehlte es an Ideen und taktischer Raffinesse.

Am Ende stand es 12:25 und die Erkenntnis, dass es für das Team Nordberg noch einiges aufzuarbeiten gibt.

Kuhlhüser A. (TW), Schlautmann (TW), Güttler (4/3), Große-Westhoff, Turowski, Hülsen, Lüdeke (1/1), Weber (1), Fischer (1), Träger, Nordberg R. (4/2), Pahlenkemper, Berger (1), Berief (1)


TVB zu sehr mit sich selbst beschäftigt
Mutlose Beckumer lassen Ahlen freie Bahn

Ahlen. In der Hinrunde hatte der TV Beckum das HLZ noch mit acht Treffern schlagen können. Zu Gast bei den Nachbarn aber kam es am gestrigen Sonntag zu einer deftigen 24:13-Klatsche. Nun mag der geneigte Handballexperte – und dazu zählen mitunter nicht nur die Aktiven – schlussfolgern: Ohne Jana Nordberg, die seit kurzem für den BvB Dortmund auf der Platte steht, ist für die Beckumer nichts mehr zu holen. Und jedes Team würde lügen, wenn es behauptete, es würde gern auf eine derart torgefährliche, nervenstarke Spielerin verzichten. Doch ganz so einfach ist das Ganze dann nicht.

Rina Nordberg schaffte es, den Ahlenern die Manndeckung ordentlich madig zu machen. Das HLZ musste Lehrgeld zahlen, war fünf Mal in Unterzahl. Geholfen hat es Beckum nicht.

Schaut man auf die vergangenen Partien, betrachtet die bärenstarke Abwehrleistung der gesamten Mannschaft, die gute bis außergewöhnliche Torhüterquote und die Ausbeute von Spielerinnen wie Marie Pahlenkemper (im Hinspiel gegen das HLZ sieben Treffer), Kreisläuferin Hannah Berger (durchschnittlich drei) und Rechtsaußen Nina Berief (auch drei), dann sieht die Analyse ganz anders aus. Während Ahlen schnell in ihr gewohntes Spiel fand, fehlte es der Nordberg-Sieben von Anfang an an Selbstvertrauen.

Den besten Tag hatten auch Beckums Torhüterinnen (hier: Ann-Christin Hoppe) nicht. Viele einfache Bälle fanden ihren Weg zwischen die Pfosten.

Und so konnten die Gastgeber ab der vierten Minute in Führung gehen, sie bis zur 20. auf sechs Tore ausbauen (11:7). Beckums Abwehr war löchrig, konnte mehrmals hinterlaufen werden. Vorn beschränkten sich die Aktionen auf zwei Spielerinnen: Rina Nordberg und Lilian Kliewe, die sich beide immer wieder den 1:1-Kämpfen stellten. Trotz dieses „Spiels mit angezogener Handbremse“, verkürzten die Gäste auf 14:11 zur Halbzeitpause. Die Beckumer Fans hofften auf ein Platzen des Knotens, auf mehr Selbstvertrauen in der zweiten Hälfte. Drei Tore Vorsprung – das ist im Handball nichts! Leider war genau das Gegenteil der Fall: Das Nordberg-Team schien gar nicht mehr auf dem Platz zu sein, ließ sich regelrecht vorführen. Schlampige Pässe, eine unkonzentrierte Abwehr, teilweise konnten einfachste Bälle nicht gefangen werden – Beckum schaufelte sich selbst ein tiefes Grab.

Eigentlich ein Garant für viele Tore. Im Hinspiel hatte sie noch sieben unterbringen können. Am Sonntag fehlte es Marie Pahlenkemper an Mut.

Da half es wenig, dass die in Manndeckung genommene Rina Nordberg den Ahlenern binnen kürzester Zeit fünf Zweiminutenstrafen aufdrücken konnte, die Überzahl blieb ungenutzt. Ahlen freute es, baute den Vorsprung stetig aus und siegte mit 24:13. Fazit: Die weibliche B der Püttstadt steht im Umbruch, das Potenzial für eine erfolgreiche Saison ist aber nach wie vor vorhanden – es sollte nur den Weg auf die Platte finden.

Kuhlhüser A. (TW), Hoppe (TW), Ebel, Kliewe (1), Pahlenkemper (2), Kuhlhüser L., Römer, Nordberg R. (8), Steinhoff, Michels, Berief, Berger, Frölich (2)

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Sportlerjahresehrung 2018

Weibliche B1 freut sich über Titel

Beckum. Nachdem die weiblichen Juniorinnen, unter Dirk Nordberg (Trainer), Markus Pahlenkemper (Torwarttrainer) und Kai Boek (Physiotherapeut), schon 2016 zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, ihnen 2017 der zweite Platz zugesprochen wurde, konnten sie am vergangenen Samstagvormittag den Pokal erneut in Empfang nehmen. Die Freude war groß, da diese Auszeichnung für die Mädchen alles andere als selbstverständlich war. Große Chancen hatte man auch den anderen nominierten Mannschaften zugesprochen. So aber durften viele der Mädchen zum dritten Mal feiern. Ihr besonderer Dank geht an die vielen Unterstützer, die diese Auszeichnung ermöglicht haben. Vielleicht gibt sie genau den richtigen Motivationsschub, um erfolgreich in die neuen Qualifikationsrunden zu starten, denn: nach der Saison ist immer auch vor der Saison.

Für ihre besondere Leistung im vergangenen Jahr erhielt die weibliche B1 die Auszeichnung: Mannschaft des Jahres 2018.

Tessa Holling gab bereitwillig Auskunft.

Nicht nur souverän auf dem Feld, auch beim Interview auf der Bühne: Tessa Holling.

Goße Freude über den Titel gab es bei: (o.l.) Markus Pahlenkemper, Marleen Lüdeke, Josefine Hülsen, Tessa Holling, Anna Kuhlhüser, Hannah Berger, Nina Berief, Janne Weber, Marie Pahlenkemper, (u.l.) Kai Boek, Ann-Christin Hoppe, Sophie Turowski, Lilian Kliewe, Ina Michels, Hanna Große-Westhoff und Jana Güttler. Es fehlen: Jana Nordberg, Rina Nordberg, Kirsten Frölich, Jana Römer und Dirk Nordberg.

Wenn selbst die, für ihre Härte und Gnadenlosigkeit bekannten Trainer sentimental weden …

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Männliche C1 wird Meister in der Kreisliga
TVB – TuS West. Kamen 43:22 (21:8)

Beckum. Die männliche C1 ist in der Kreisliga des Handballkreises Hellweg Meister geworden. Nachdem die Jungs in der letzten Saison Meister in der Kreisklasse geworden waren, sind sie in dieser Saison Meister in der Kreisliga geworden. Am letzten Spieltag gewannen sie mit 43:22 Toren gegen den TuS Westf. Kamen, und wurden mit 36:0 Punkten Meister in der Kreisliga.

v.h.l.: Julian Paschedag (Trainer), Jakob Große Westhoff, Evim Zuebro, Leo Di Matteo, Ben Weghaus, Stanley Demenko, Philipp Stuckmann (Trainer)
v.v.l.: Hadi Ballouk, Till Michels, Nils Schierbrock, Jan Ostlinning, Björn Scheiperpeter, Ludger Scheiperpeter (Trainer)

Dabei hatten die Jungs im letzten Saisonspiel auch mit dem TuS Westf. Kamen keine Probleme. Sie spielten besonders in der ersten Halbzeit schnell nach vorne und hätten, bei besserer Ausnutzung der Torchancen zur Halbzeit schon höher führen können. So stand es zur Halbzeit 21:8 für den TV Beckum.
In der zweiten Halbzeit ließen die Jungs auch nichts mehr anbrennen und zogen weiter davon. Auch wenn in der Abwehr teilweise einige Nachlässigkeiten zu beklagen waren, fiel das Ergebnis mit 43:22 Toren, letztendlich doch deutlich aus.
Am Abend wurde die Meisterschaft dann im Pulvershoppen gebührend gefeiert.

Bericht/Bild Ludger Scheiperpeter


„Wenn die Nationalhymne gespielt wird – das ist schon aufregend.“
Jana Nordberg wird Vize-Meister beim Deutschland-Cup

Ein nicht alltäglicher Erfolg, auf den man stolz sein kann: Jana Nordberg wird mit der Westfalenauswahl Vize-Meister.

Beckum/Ostfildern-Nellingen. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Besten aus allen Landkreisen im Baden-Württembergischen Ostfildern, um den Deutschland-Cup auszutragen. Mit dabei: Handball-Talent Jana Nordberg vom TV Beckum, die seit zwei Jahren für den Landesverband Westfalen gesetzt ist. Mit einem Unentschieden gegen Brandenburg (13:13) ging es los. Danach waren die Westfalen kaum noch zu stoppen. Hamburg verlor mit 22:16, Mecklenburg-Vorpommern mit 26:16. Im Viertelfinale bezwangen sie Baden-Württemberg II mit 22:11 und auch das Halbfinale gegen Niedersachsen gewannen die Juniorinnen von der Westfalenauswahl deutlich mit 30:18. Am Ende mussten sie sich nur der starken ersten Baden-Württembergischen Delegation (15:25) geschlagen geben.
Wir trafen Jana Nordberg nach ihrer Rückkehr zu einem Interview.
„Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Drei Tage Deutschland-Cup, drei Tage im Wettkampf gegen die Besten der anderen Bundesländer – was war das Beeindruckendste für Dich? Was hat dich am meisten begeistert?“
Nordberg: „Das Finale! Weil man da eingelaufen ist und einzeln vorgestellt wurde. Die Nationalhymne wurde gespielt, wir waren live im Fernsehen zu sehen – das war schon aufregend.“
„Welche Chancen hattest Du Euch vorher ausgerechnet?“
Nordberg: „Wir hätten niemals gedacht, dass wir so weit kommen. Erst als wir die Vorrunde überstanden und das Viertelfinale eindeutig gewonnen hatten, wussten wir: Wir können es bis ins Finale schaffen.“
„Dann das Finale: mehrmals ward Ihr bis auf drei Zähler ran. Am Ende wurde es doch ein eindeutiger Sieg für das Gastgeberland. Wie groß war die Enttäuschung den Meistertitel verpasst zu haben? Oder war sie gleich da, die Freude Vize-Meister von ganz Deutschland geworden zu sein?“
Nordberg: „Die Enttäuschung war schon da, als wir gemerkt haben, dass es nicht reichen würde. Baden-Württemberg I war aber auch ein extrem starker Gegner und der Stolz es bis ins Finale geschafft zu haben hat schnell überwogen.“
„Wie geht es nun weiter? Die Förderung in Form der Westfalenauswahl ist für Dich damit beendet.“
Nordberg: „Die vom DHB gesichteten, eingeladenen Talente, wie z.B. das All-Star-Team werden weiter gefördert. Die Chance dabei zu sein ist extrem gering, da wir als 2003er nur ein Auffülljahrgang für die 2002er sind.“
„Gibt es etwas, was Du im Handball unbedingt noch erreichen möchtest?“
Nordberg: „Mein Traum wäre es mal in der Bundesliga zu spielen – und natürlich in der Nationalmannschaft.“
„Um das zu schaffen, müsstest Du da nicht eigentlich den Verein wechseln? Für die DHB-Profis steht fest, dass eine erfolgreiche Karriere eng verbunden ist mit der intensiven Förderung durch einen leistungsorientierten Verein. Gibt es also bald einen Wechsel?“
Nordberg: „Nein. Mein Ziel ist es, mit meiner Mannschaft, für den TV Beckum, in die A-Junioren-Bundesliga einzuziehen. Wir haben schon so Vieles geschafft. Seit drei Jahren in Folge spielen wir nun Oberliga. Sollte die nächste Saison einen gegenteiligen Trend zeigen, kann ich mir immer noch Gedanken über einen Wechsel machen.“
„Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin.“
Nordberg: „Gern. Dankeschön.“


Turnverein Beckum
Handball-Nachwuchs genießt das Training mit den Profis

Beckum (Kro). Trainieren wie die Handball-Profis, dieses seltene Vergnügen hatten die Kinder und Jugendlichen des Beckumer Turnvereins in dieser Woche. Beim TVB-Nachwuchs waren Trainer und Spieler des heimischen Bundesligisten ASV Hamm-Westfalen zu Gast. Die bekannten Sportler vermittelten dem Handball-Nachwuchs Tricks und Tipps.

Mit Handball-Profi Mex Raguse starteten die Spielerinnen und Spieler des TV Beckum in das Techniktraining in den Sporthallen am Berufskolleg in Beckum. Bilder: Krogmeier

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr haben der TV Beckum und der Zweitligist aus Hamm ihre bestehende Kooperation erneut mit Leben gefüllt. Mit Jan von Boenigk, Felix Storbeck und Mex Raguse waren drei Stammspieler des Bundesligisten gemeinsam mit Co-Trainer Christof Reichenberger, der an der Seite des Sportlichen Leiters und Trainers Kay Rothenpieler für die Mannschaft aus dem Hammer Stadtteil Uentrop verantwortlich zeichnet, in der Püttstadt zu Gast.

Die Trainingsarbeit mit dem Ball stand für die Beckumer Jugendlichen gemeinsam mit Christof Reichenberger im Mittelpunkt.

Mehr als 70 aktive Mädchen und Jungen versammelten sich in den beiden Sporthallen des Berufskollegs, um dieses besondere Handball-Training zu genießen. Von den Minis des Jahrgangs 2011 bis hin zu den 18-jährigen A-Jugendlichen waren alle Altersklassen vertreten. Die Gäste aus Hamm verstanden es, den TVB-Nachwuchs mit anspruchsvollem und altersgerechtem Technik-Training zu fordern. Bei den Übungen stand natürlich immer das runde Handball-Leder im Mittelpunkt. Entsprechend begeistert waren die Beckumer Spielerinnen und Spieler bei der Sache.

Mehr als 70 Kinder und Jugendliche des TV Beckum beteiligten sich am Training mit den Akteuren des ASV Hamm-Westfalen.

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Hamm-Westfalen hatte Beckums Handball-Geschäftsführer Henning Huckebrink die Aktion organisiert. „Unsere Jugendlichen haben das Training mit den Profis genossen und viel dabei für ihr Spiel und ihre Mannschaften gelernt“, zog Huckebrink im Gespräch mit der „Glocke“ eine rundum positive Bilanz, „wir hoffen, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage des Trainings in Beckum gibt.“
Ein Wiedersehen mit den Profis gibt es für den TVB-Nachwuchs aber bereits am Freitag, 21. Dezember. Dann wird um 19.15 Uhr in der Westpress-Arena die Zweitliga-Partie des ASV Hamm-Westfalen gegen den VfL Lübeck-Schwartau angepfiffen – und die Beckumer Handball-Jugend wird live dabei sein.

Bericht/Bilder aus der Glocke vom 16.11.2018