weibliche B1 Jugend – Oberliga

v.h.l.n.r.: Trainer Dirk Nordberg, Physiotherapeut Kai Boek   v.m.l.n.r.: Josefine Hülsen, Hanna Große-Westhoff, Marie Pahlenkemper, Tessa Holling, Lilian Kliewe, Jana Römer, Ina Michels   v.v.l.n.r.: Jana Nordberg, Kirsten Frölich, Rina Nordberg, Anna Kuhlhüser, Ann-Christin Hoppe, Nina Berief, Hannah Berger, Jana Güttler   Es fehlen leider: Marleen Lüdeke, Sophie Turowski   Trainer: Dirk Nordberg, Co.-Trainer: Frederik Gerndt, Torwarttrainer: Markus Pahlenkemper, Physiotherapeut: Kai Boek   Trainingszeiten: Mo. 18:00-19:30 Uhr in der KBS Halle 2, Di. 18:30-20:00 Uhr in der Jahnhalle, Do. 18:00-19:45 Uhr in der Jahnhalle

Tabelle

Sponsor: Sparkasse Beckum-Wadersloh


Nächstes Spiel der weiblichen B1


Sportlerjahresehrung 2018
Weibliche B1 freut sich über Titel

Beckum. Nachdem die weiblichen Juniorinnen, unter Dirk Nordberg (Trainer), Markus Pahlenkemper (Torwarttrainer) und Kai Boek (Physiotherapeut), schon 2016 zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, ihnen 2017 der zweite Platz zugesprochen wurde, konnten sie am vergangenen Samstagvormittag den Pokal erneut in Empfang nehmen. Die Freude war groß, da diese Auszeichnung für die Mädchen alles andere als selbstverständlich war. Große Chancen hatte man auch den anderen nominierten Mannschaften zugesprochen. So aber durften viele der Mädchen zum dritten Mal feiern. Ihr besonderer Dank geht an die vielen Unterstützer, die diese Auszeichnung ermöglicht haben. Vielleicht gibt sie genau den richtigen Motivationsschub, um erfolgreich in die neuen Qualifikationsrunden zu starten, denn: nach der Saison ist immer auch vor der Saison.

Für ihre besondere Leistung im vergangenen Jahr erhielt die weibliche B1 die Auszeichnung: Mannschaft des Jahres 2018.

Tessa Holling gab bereitwillig Auskunft.

Nicht nur souverän auf dem Feld, auch beim Interview auf der Bühne: Tessa Holling.

Goße Freude über den Titel gab es bei: (o.l.) Markus Pahlenkemper, Marleen Lüdeke, Josefine Hülsen, Tessa Holling, Anna Kuhlhüser, Hannah Berger, Nina Berief, Janne Weber, Marie Pahlenkemper, (u.l.) Kai Boek, Ann-Christin Hoppe, Sophie Turowski, Lilian Kliewe, Ina Michels, Hanna Große-Westhoff und Jana Güttler. Es fehlen: Jana Nordberg, Rina Nordberg, Kirsten Frölich, Jana Römer und Dirk Nordberg.

Wenn selbst die, für ihre Härte und Gnadenlosigkeit bekannten Trainer sentimental werden …

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Weibliche B1 zum dritten Mal nominiert
Sportlerehrung Mannschaft des Jahres 2018

Beckum. Allein die Nominierung ist ein toller Erfolg. Insbesondere, weil sie es zum dritten Mal in den Kreis der Auserwählten geschafft haben.

Nun zählt jeder Coupon. Darum: gebt Ihnen Eure Stimme! Die Abstimmungszettel findet Ihr, wie immer in „Die Glocke“ (am letzten Samstag war der erste abgedruckt). Animiert Eure Freunde und Familien. Je mehr mitmachen, desto größer ist die Chance, dass Ihr der B1 zum Sieg verhelft.

Coupon aus „Die Glocke“ vom 09.03.2019


Weibliche B1 verabschiedet sich mit Paukenschlag
Bielefeld/Jöllenbeck kassiert erste Niederlage

Beckum. Schon in der Hinrunde war es eine enge Kiste. Am Ende musste sich Beckum knapp geschlagen geben. Nun empfing die weibliche B1 des TVB den nach wie vor ungeschlagenen Tabellenersten, den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, und wollte als Schlusspunkt der Oberliga-Saison ihre Qualität unter Beweis stellen. Doch dann war der sich selbst auferlegte Druck wohl zu hoch: nichts schien auf Beckumer Seite klappen zu wollen – Bielefeld war in den ersten sieben Minuten die klar bessere Mannschaft (1:4, 7.).

Hatte einen glänzenden Tag: Kirsten Frölich war gegen Bielefeld besonders torgefährlich.

„Dem gewohnt starken Bielefelder Team hatten wir anfangs zu wenig entgegenzusetzen. Vieles passte nicht, wir waren zu nervös, hatten viele technische Fehler. Dann haben wir ein bisschen besser ins Spiel gefunden, konnten es etwas ausgeglichener gestalten”, analysierte der Trainer der Beckumer Mannschaft, Dirk Nordberg. In der zehnten Minute gelang das erste Mal der Ausgleich (4.4). Danach ließ sich die Heimsieben nicht mehr abschütteln.

Tessa Holling, wegen eines Infekts leicht angeschlagen, wurde sehr gezielt und erfolgreich eingesetzt.

Zur Halbzeit betrug der Vorsprung Bielefelds zwei Tore (11:13) und Beckum fand immer besser in die Partie. In der 33. Minute kam es dann zu dem unglaublichen Lauf von Linksaußen Kirsten Frölich: Beckum lag immer noch mit zweien zurück (16:18), als Frölich vier Mal angespielt werden konnte, vier Mal ansetzte – und vier Mal traf. Da half es auch nicht, dass Bielefelds Trainer den Keeper austauschte. Beckum übernahm die knappe Führung (19:18).

Anna Kuhlhüser hat eine starke Saison hinter sich. Geht die Entwicklung so weiter, darf man sicher noch einiges von diesem Talent erwarten.

„Wir haben über den Kampf immer mehr in die Partie gefunden. In der zweiten Hälfte haben wir in diesem wirklich engen Spiel überzeugende Angriffe gespielt, haben in der Abwehr massiv gestanden, gerade gegen Emma Pfennig immer wieder gegengehalten, und haben dann mit diesem richtig starken Auftritt dem Tabellenführer die erste Niederlage beibringen können”, äußerte sich der sichtlich stolze Beckumer Trainer. Und wieder war es Linksaußen Kirsten Fröhlich, die sich zum 24:23-Sieg-Treffer durchsetzen konnte und das Saisonende mit einem Highlight krönte.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke, Nordberg J. (10/5), Nordberg R. (2), Holling (3), Berger, Pahlenkemper (1), Turowski, Kliewe, Berief (1), Frölich (7), Michels, Güttler

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Verkorkster Start bringt knappe Niederlage
Beckum zahlt – in doppelter Hinsicht

Minden. Tessa Holling, Marie Pahlenkemper und Marleen Lüdeke – letzte verletzt auf der Bank –, auf drei extrem torgefährliche, abwehrstarke Spielerinnen musste TVB-Coach Dirk Nordberg verzichten. Dazu eine angeschlagene Jana Nordberg, die, in Topform, wohl zu den Abschlussstärksten des Gäste-Teams zählt – das alles hätte die Gemengelage dieser Mannschaft ordentlich durcheinander wirbeln können. Und so war es zunächst auch. Der HSV Minden-Nord war wohl selbst überrascht, wie einfach es ging: Sagenhafte drei Tore in den ersten anderthalb Minuten konnte er unterbringen.

Kreisläuferin Sophie Turowski wird immer öfter auch von der Außenposition gebracht.

Dann aber gelang es der Nordberg-Sieben den Bann zu brechen. Angestoßen von Ina Michels, die mit vier Treffern eine starke Partie spielte, schafften die Gäste über das 5:3 (5.), und 13:10 (17.) zur Pause den Ausgleich (17:17). Direkt danach legten sie noch einen drauf, übernahmen mit drei Treffern in Folge die Führung. Doch dann gelang es ihnen nicht diesen Puffer zu halten oder gar auszubauen. Minden verkürzte, konnte das Spiel erneut kippen (23:20, 39.). In der 42. und 44. Minute konnte Beckum zwar wieder ausgleichen, bekam das Zepter jedoch nicht in die eigenen Hände. Minden gelang erneut die Führung. Und während die Gäste noch mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen haderten, die die Aufholjagd entscheidend reglementierten, wurde die Zeit knapp – zu knapp.

Nina Berief half mit zwei Toren aus.

Am Ende siegte der HSV unerwartet und denkbar glücklich mit einem Tor (29:28). Feiern lassen konnten sie sich vor Ort dafür leider nicht – die Halle war so gut wie leer. Das ist sicherlich dem Umstand geschuldet, dass der HSV Minden-Nord den Beschluss gefasst hat für diese Spiele im Jugendbereich Eintritt zu verlangen. Für die Mindener Juniorinnen extrem schade, für die Fahrer der Gastmannschaft ärgerlich und für die Außenwirkung einer publikumswirksamen Sportart wie dem Handball fatal. Am kommenden Sonntag, um 13:15 Uhr empfängt der TVB den letzten Gegner dieser Oberliga-Saison: den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Publikum: ausdrücklich erwünscht!

Lag die Tage davor noch mit Fieber flach. Jana Nordberg arbeitete gegen Minden, was die Kräfte hergaben.

TVB: Kuhlhüser (TW), Hoppe (TW), Nordberg J. (11/6), Nordberg R. (6), Berger (2), Turowski (2), Kliewe, Berief (2), Michels (4), Lüdeke, Hülsen (1), Große-Westhoff

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Beckum vergibt großartige Chance
Erst Mitte der zweiten Hälfte kann Blomberg sich absetzen

Beckum. Schon in der Hinrunde hatte der TVB der HSG Blomberg-Lippe das Leben schwer gemacht, gezeigt, dass es ein harter Kampf werden würde. Um so mehr freute man sich auf die Rückrunden-Partie vor heimischer Kulisse. Als die ersten Minuten auch noch so erfolgreich begannen, schien es das perfekte Handball-Wochenende zu werden.

Trainer Dirk Nordberg kann mit der Leistung seiner Sieben momentan eigentlich sehr zufrieden sein. Einzig im Ergebnis könnte sich das mehr widerspiegeln. Knappe Niederlagen oder die Führung über zwei Drittel der Partie bringen leider keine bessere Platzierung.

Beckum ging schnell in Führung (4. 3:0), konnte diese zwischenzeitlich auf vier Treffer ausbauen. Doch die HSG kam immer besser ins Spiel, verkürzte bis zur Pause auf 11:10. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff gelang den Gästen der Ausgleich. Bis zur 33. Minute dauerte es dann noch, bis Blomberg zum ersten Mal in Führung gehen konnte. Beckum blieb zunächst dran, glich wieder aus.

Auch Lilian Kliewe präsentierte sich in der ersten Hälfte gut. Dann aber kam der große Einbruch.

Ab der 35. Minute aber war es, als ob sich die Heimsieben aufgegeben hätte. Waren sie zuvor temporeich vorgegangen, hatten Spielwitz und -stärke gezeigt, unterlief ihnen nun ein Fehler nach dem anderen. Die Abwehr ließ deutlich nach, konnte die immer stärker werdenden Gäste kaum noch aufhalten. „In der ersten Hälfte haben wir das gut gemacht. Trotz des Ausfalls einer starken Rückraumspielerin. Unsere Torhüterin Anna Kuhlhüser hatte eine Wahnsinnsquote. Dazu eine wirklich tolle Schiedsrichterleistung – eigentlich war alles perfekt. Mitte der zweiten Hälfte ging Rechtsaußen Marleen Lüdeke verletzt vom Platz, die bis dato für uns fünf Treffer holen konnte. Auch eine der Kreisläuferin konnte ich nicht mehr bringen. Blomberg nahm unsere Nummer Acht in Mann-Deckung und dann kassierten wir auch noch eine zweifache Unterzahl. Das alles hat uns irgendwie aus dem Takt gebracht“, kommentierte Dirk Nordberg.

Konnten das Niveau keine 50 Minuten halten: Rina Nordberg und ihre Teamkolleginnen blieben zum Schluss Glücklos.

So zog die HSG davon, gewann am Ende verdient mit 20:27. Jetzt heißt es daran zu arbeiten das Leistungsniveau über ganze 50 Minuten halten zu können, dann wird es für die letzten zwei Gegner schwer werden, gegen das Nordberg-Team zu gewinnen.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke (5), Nordberg J. (6/2), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (1), Turowski (2), Kliewe (1), Berief (1), Güttler, Römer, Holling

Bericht/Bilder Karen Kliewe


TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck in Bedrängnis
TVB bringt Tabellenersten ins Schwitzen

Bielefeld. Wenn man auf den ungeschlagenen Tabellenersten einer starken Oberliga-Gruppe trifft, scheinen die Rollen klar verteilt. Als die weibliche B1 des TV Beckum am Sonntagnachmittag zum TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck fuhr sah sie das jedoch ganz anders. Mit großem Selbstvertrauen und einer tollen Abwehr machten sie von der ersten Minute an deutlich, dass die Heimsieben nichts geschenkt bekäme. Und so erlebten die Fans eine extrem spannende und ausgeglichene Partie.

Nina Berief setzte, zusammen mit ihren Teamkolleginnen, in Bielefeld ein deutliches Zeichen. Auf das Rückrundenspiel vor heimischer Kulisse darf man gespannt sein.

Bis zur 14. Minute konnte der TuS immer vorlegen, Beckum in der gleichen Beständigkeit ausgleichen. Dann gingen die Gäste das erste Mal in Führung (6:7). Das schnelle Spiel der Bielefelder hatten sie gut im Griff. Trotzdem konnte der TuS drei Minuten vor Ende der ersten Hälfte auf drei Tore (11:8) erhöhen. Schuld daran war die schlechte Chancenverwertung des TVB, insbesondere bei den Siebenmetern. Mit unverändert starker Abwehr, einer tollen Torhüterleistung und dem nötigen Biss kämpfte sich Beckum bis zur Pause wieder heran (12:12).

Verwandelte unglaubliche acht Siebenmeter: Jana Nordberg.

Und so ging es spannend weiter: mal führte das Nordberg-Team, mal der Gastgeber (41. 19:19). Bis zur 46 Minute konnte der TuS den Beckumern dann zwei Treffer abringen – und: Fortuna blieb ihm hold. Ein unglücklicher Lattentreffer, ein verworfener Siebener seitens der Gäste – es wäre der verdiente Ausgleich gewesen. So jedoch bleibt Bielefeld, durch den 23:21-Sieg ungeschlagen, Beckum aber darf sich für diesen gelungenen Auftritt getrost auf die Schulter klopfen.

Und da war sie durch. Josefine Hülsen gelang ein Treffer gegen den starken Tabellenersten Bielefeld/Jöllenbeck.

TVB: Kuhlhüser A. (TW), Hoppe (TW), Lüdeke, Nordberg J. (9/8), Nordberg R. (2), Berger (1), Pahlenkemper (6), Turowski, Kliewe, Berief (2), Hülsen (1), Große-Westhoff

Bericht/Bilder Karen Kliewe


TVB belohnt sich spät
Weibliche B1 hält Minden lange im Spiel

Beckum. Deutschland im WM-Fieber. Der Kampfgeist und starke Zusammenhalt der Nationalmannschaft hat landesweit viel positive Stimmung freigesetzt. In der Oberliga-Partie der weiblichen B-Jugend des TV Beckum gegen den HSV Minden-Nord hatte man allerdings das Gefühl, dass die Heimsieben es mit der Inspiration etwas zu wörtlich nahm: Die Abwehr gut bis bärenstark, die Chancen clever herausgespielt, aber dann wollte das Runde einfach nicht ins Eckige. Und das lag keinesfalls an der Unüberwindbarkeit der Mindener Abwehr. Die wurde von der Heimsieben in schöner Regelmäßigkeit ausgespielt, nur um das Ding dann gegen den Pfosten, die Latte oder gleich ganz vorbei zu ballern. Statt den Weg über die freien Mitspieler zu gehen, gab es halbherzige Schlagwürfe, oder, aufgrund des unmöglichen Winkels zum Scheitern verurteilte Abschlüsse von Außen. Der HSV jedoch konnte die Abschlussprobleme der Nordberg-Sieben nicht wirklich für sich nutzen, hatte auch in der ersten Hälfte schon Schwierigkeiten sich Räume in der TVB-Abwehr zu schaffen. So ging es mit einem mageren 8:8-Halbzeitstand in die Pause.

Marleen Lüdeke belohnte sich zweimal über Rechtsaußen.

Zurück auf der Platte wollten sich die Beckumer Juniorinnen endlich belohnen: mehr Konzentration bei den Abschlüssen, eine noch stärkere Abwehr und eine schnelle Balleroberung waren das Rezept, dass schließlich die Wende brachte. „In der zweiten Hälfte waren wir deutlich besser, sind in der Abwehr viel gelaufen. Oft hat Anna, unsere Torhüterin, uns durch ihre guten Paraden geholfen. Dadurch kamen wir von hinten raus in die Geschwindigkeit, sind wunderbar in die Zweikämpfe gegangen und haben das Ding letztendlich souverän gewonnen. Wir hätten das einen ganzen Tacken deutlicher machen können, haben noch den einen oder anderen liegen gelassen. Das können wir definitiv besser. Aber: Wir haben uns kontinuierlich gesteigert, haben ein gutes Niveau an den Tag gelegt – haben ein rund um gutes Spiel abgeliefert“, kommentierte Dirk Nordberg, Trainer des TVB. So zog Beckum ab der 38. Minute davon und konnte durch den 22:17-Sieg gegen den HSV Minden-Nord zwei Punkte holen.

Hannah Berger setzt sich durch. Sie und ihre Teamkolleginnen taten sich anfangs jedoch schwer.

Am kommenden Sonntag trifft der TV Beckum auf den ungeschlagenen Tabellenersten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, in der Hoffnung, dass dann auch vorn alles passen wird.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke (2), Nordberg J. (11/3), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (3), Turowski, Kliewe (1), Berief, Michels (1), Güttler

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Favorit Blomberg-Lippe gerät ins Wanken
TVB erweist sich als würdiger Gegner

Blomberg. Mit Bielefeld/Jöllenbeck, der HSG Blomberg-Lippe und Minden-Nord wurden sie einer starken Gruppe zugeordnet. Und auch die Ansetzung des ersten Spiels der Oberliga, Freitagabend, 20:30 Uhr im 100 km entfernten Blomberg dürfte wohl kaum als herzliches Willkommensgeschenk gewertet worden sein. Doch all das ließ die B-Juniorinnen des TV Beckum unbeeindruckt.

Sowohl Ann-Christin Hopp (Bild), als auch Anna Kuhlhüser konnten mit einigen erfolgreichen Paraden aufwarten.

Im Gegenteil: die HSG hatte es schwer durch die starke Abwehr der Gäste zu dringen. Blombergs Nr. 1, die gerade noch im Finale des Deutschland-Cups ihre Klasse bewiesen hatte, musste einen um den anderen Treffer hinnehmen. Nach 11 Minuten führte der TVB mit drei Toren (1:4). „Das haben wir richtig gut gemacht. Gerade im ersten Viertel der ersten Halbzeit waren wir die stärkere Mannschaft“, zeigte sich Dirk Nordberg begeistert. Dann pirschte sich die HSG langsam heran. In der 17. (5.5), 20. (6:6) und 21. (7:7) schaffte sie den Ausgleich, in der Folgeminute gelang es ihr zum ersten Mal die Führungsrolle zu übernehmen – bevor Marie Pahlenkemper (TVB) erneut gleichziehen konnte. Nach dem Schlusspfiff verwandelte die Nr. 9 des Gastgebers einen Siebenmeter und nahm die knappe 10:9-Führung mit in die Halbzeitpause.

Eine, die über 50 Minuten hinweg vieles richtig gemacht hat: Marie Pahlenkemper war mit fünf Treffern Beckums beste Schützin.

Noch war die Partie vollkommen offen. Dann aber, am Anfang der zweiten Hälfte direkt das Desaster: Blomberg belohnte sich gleich dreimal in Folge. Die anfangs so starke Beckumer Abwehr ließ Raum dafür. Dazu kam es zu unnötigen Ballverlusten seitens der Gäste – klare Chancen wurden vergeben. „Es lag nicht daran, dass Blomberg besser ins Spiel fand, sondern daran, dass wir das Niveau nicht halten konnten – zumindest nicht auf allen Positionen. Gerade auf Außen hatten wir so unsere Probleme“, analysierte der Beckumer Trainer.

Rina Nordberg lieferte dreimal erfolgreich ab.

Zeitweise ging die HSG mit sechs Treffern in Führung (19:13, 40.), dann wieder konnte Beckum auf drei verkürzen. Am Ende stand es 24:18 für die HSG Blomberg-Lippe. Fakt ist: Es war eine Begegnung auf Augenhöhe, die auch ohne weiteres anders hätte ausgehen können.

TVB: Kuhlhüser (TW), Hoppe (TW), Lüdeke, Nordberg J. (3), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (5), Turowski (2), Holling (3/1), Berief, Große-Westhoff, Frölich

Bericht/Bilder Karen Kliewe


„Wenn die Nationalhymne gespielt wird – das ist schon aufregend.“
Jana Nordberg wird Vize-Meister beim Deutschland-Cup

Ein nicht alltäglicher Erfolg, auf den man stolz sein kann: Jana Nordberg wird mit der Westfalenauswahl Vize-Meister.

Beckum/Ostfildern-Nellingen. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Besten aus allen Landkreisen im Baden-Württembergischen Ostfildern, um den Deutschland-Cup auszutragen. Mit dabei: Handball-Talent Jana Nordberg vom TV Beckum, die seit zwei Jahren für den Landesverband Westfalen gesetzt ist. Mit einem Unentschieden gegen Brandenburg (13:13) ging es los. Danach waren die Westfalen kaum noch zu stoppen. Hamburg verlor mit 22:16, Mecklenburg-Vorpommern mit 26:16. Im Viertelfinale bezwangen sie Baden-Württemberg II mit 22:11 und auch das Halbfinale gegen Niedersachsen gewannen die Juniorinnen von der Westfalenauswahl deutlich mit 30:18. Am Ende mussten sie sich nur der starken ersten Baden-Württembergischen Delegation (15:25) geschlagen geben.
Wir trafen Jana Nordberg nach ihrer Rückkehr zu einem Interview.
„Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Drei Tage Deutschland-Cup, drei Tage im Wettkampf gegen die Besten der anderen Bundesländer – was war das Beeindruckendste für Dich? Was hat dich am meisten begeistert?“
Nordberg: „Das Finale! Weil man da eingelaufen ist und einzeln vorgestellt wurde. Die Nationalhymne wurde gespielt, wir waren live im Fernsehen zu sehen – das war schon aufregend.“
„Welche Chancen hattest Du Euch vorher ausgerechnet?“
Nordberg: „Wir hätten niemals gedacht, dass wir so weit kommen. Erst als wir die Vorrunde überstanden und das Viertelfinale eindeutig gewonnen hatten, wussten wir: Wir können es bis ins Finale schaffen.“
„Dann das Finale: mehrmals ward Ihr bis auf drei Zähler ran. Am Ende wurde es doch ein eindeutiger Sieg für das Gastgeberland. Wie groß war die Enttäuschung den Meistertitel verpasst zu haben? Oder war sie gleich da, die Freude Vize-Meister von ganz Deutschland geworden zu sein?“
Nordberg: „Die Enttäuschung war schon da, als wir gemerkt haben, dass es nicht reichen würde. Baden-Württemberg I war aber auch ein extrem starker Gegner und der Stolz es bis ins Finale geschafft zu haben hat schnell überwogen.“
„Wie geht es nun weiter? Die Förderung in Form der Westfalenauswahl ist für Dich damit beendet.“
Nordberg: „Die vom DHB gesichteten, eingeladenen Talente, wie z.B. das All-Star-Team werden weiter gefördert. Die Chance dabei zu sein ist extrem gering, da wir als 2003er nur ein Auffülljahrgang für die 2002er sind.“
„Gibt es etwas, was Du im Handball unbedingt noch erreichen möchtest?“
Nordberg: „Mein Traum wäre es mal in der Bundesliga zu spielen – und natürlich in der Nationalmannschaft.“
„Um das zu schaffen, müsstest Du da nicht eigentlich den Verein wechseln? Für die DHB-Profis steht fest, dass eine erfolgreiche Karriere eng verbunden ist mit der intensiven Förderung durch einen leistungsorientierten Verein. Gibt es also bald einen Wechsel?“
Nordberg: „Nein. Mein Ziel ist es, mit meiner Mannschaft, für den TV Beckum, in die A-Junioren-Bundesliga einzuziehen. Wir haben schon so Vieles geschafft. Seit drei Jahren in Folge spielen wir nun Oberliga. Sollte die nächste Saison einen gegenteiligen Trend zeigen, kann ich mir immer noch Gedanken über einen Wechsel machen.“
„Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin.“
Nordberg: „Gern. Dankeschön.“


Nordberg-Sieben schafft Triple
Zum dritten Mal in Folge stellt TVB Oberliga-Kader

Beckum. Was war da los, in der Vorrunden-Tabelle der weiblichen B-Jugend? Für Wochen hatte es sich der TVB auf dem zweiten Platz bequem gemacht, die Oberliga schien zum Greifen nah. Doch dann schlug Verl den Tabellenersten, Wettringen wiederum unerwartet den TV Verl. Als Beckum letzte Woche auch noch gegen Ahlen verlor, war wieder alles offen. Vier von sechs Mannschaften durften hoffen. Und alles hing an diesem einen letzten Spiel gegen den Nachbarn, das HLZ.

Der TVB, hier Sophie Turowski, blieb von der anfänglichen Stärke des HLZ unbeeindruckt und ließ sich nicht aufhalten.

Auf den gutbesuchten Rängen gab es schnell viele Gelegenheiten des Jubels – für die Ahlener Fans. Das HLZ wollte den Sieg, agierte schnell und selbstsicher, die Heimsieben dagegen eher verhalten. Nach 17 Minuten führten die Gäste verdient mit komfortablen sechs Toren (3:9). Alles sah nach einer dicken Klatsche für den TVB aus. Doch Totgeglaubte leben länger – und wenn diese Mannschaft etwas kann, dann ist es kämpfen. Mit jeder Minute wurde ihre Abwehr besser – Ahlen gelang in den verbleibenden acht Minuten der ersten Hälfte nicht ein weiterer Abschluss, Beckum hingegen gleich sieben, sodass es zur Pause 10:9 stand. Ein magerer Vorsprung, das wussten alle. Und das HLZ hatte in der Kabine reichlich Zeit, um sich von dem Schock zu erholen.

Janne Weber schaffte es mehrfach frei vor’s Tor. Leider verhinderte Ahlens starke Torhüterin den erfolgreichen Abschluss.

Doch Beckum war wie beflügelt vom Erfolg der Aufholjagd: Während sich die Gäste in den folgenden 14 Minuten geradeso im Spiel halten konnten, nahm die Heimsieben immer mehr Fahrt auf. „Nach dem etwas verkrampften Start haben wir angefangen umzustellen, um mehr Bewegung ins Spiel zu bekommen. Neben der taktischen Maßnahme, eine Ahlener Spielerin höher zu decken, so den Spielfluss der Gegner zu unterbrechen, war unser Kampfgeist das Mittel zum Erfolg. Wir haben angefangen an uns zu glauben, haben uns diesen Sieg als Mannschaft richtig stark erarbeitet,“ lobte Beckums Trainer sichtlich stolz. Ab Minute 39 (15:13) hagelte es Tore, der Gastgeber konnte mit bis zu zehn Treffern in Führung gehen. Die unglaublich gute Abwehr der Beckumer ließ Ahlen kaum eine Chance. Durch den deutlichen 25:16-Erfolg zieht nun zum dritten Mal in Folge eine weibliche Jugendmannschaft unter Trainer Dirk Nordberg in die Oberliga ein.

Große Freude bei den weiblichen B-Juniorinnen: Der Platz in der Oberliga ist safe.

TVB: Kuhlhüser A. (TW), Nordberg J. (7), Nordberg R. (3), Berger (2), Turowski (1), Holling (6/2), Berief (1), Pahlenkemper (4), Kliewe, Lüdeke, Michels (1), Weber, Güttler, Hülsen

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Weibliche B1 wünscht sich viele Unterstützer
Oberliga-Vorrunde: Es bleibt spannend

Ahlen. Wird die weibliche B1 des TVB die Saison in der Landesliga zu Ende spielen oder gelingt ihr erneut der Aufstieg in die Oberliga? Die Antwort auf diese Frage hätte es schon am vergangenen Sonntag geben können, als die Nordberg-Sieben zum Tabellenfünften reiste. Ein Sieg gegen das HLZ Ahlen und der Aufstieg wäre geschafft.

Die beiden Kreisläuferinnen (hier Hannah Berger) erfolgreich mit einzubeziehen gestaltete sich gegen Ahlen als schwierig.

Doch die Partie begann holprig für die Gäste. Schon in der zweiten Minute gab es statt einer Verwarnung gleich eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Kreisläuferin Hannah Berger. In Unterzahl mussten sie zusehen, wie Ahlen ein paar Treffer in Folge unterbringen konnte (3. Min. 3:0). Dann begann Beckum mit der Aufholjagd. In der 12. Minute gelang Rina Nordberg der 5:5-Ausgleichstreffer. Von da an wurde es ein harter Kampf um den Führungspunkt. Zunächst konnte das HLZ immer vorlegen. In der 16. Minute dann: der erste Führungstreffer für Beckum. Nun schien sich das Blatt gewendet zu haben – der TVB legte vor, Ahlen glich aus. 24 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit, Beckum war wieder in Unterzahl, gelang den Gastgebern erneut der Ein-Tor-Vorsprung (12:11).

Torschützenkönigin Tessa Holling versucht den Block von Ahlens Nummer 6 zu überspielen.

Der Beginn der zweiten Hälfte versprach ein „weiter so“: keinem gelang der Befreiungsschlag (34. Min. 17:16). Aber dann passierte es doch, nur leider nicht so, wie es sich TVB-Trainer Dirk Nordberg gewünscht hätte: Ahlen konnte mit sechs Toren davonziehen. Woran lag es? „Sicherlich waren wir nervös. Wir wussten, was von diesem Spiel abhing. In der zweiten Hälfte wurden wir, meines Erachtens zu oft zu hart abgestraft, bekamen etliche Zwei-Minuten-Strafen, Siebenmeter gegen uns – das hat nicht gerade dazu beigetragen, dass wir selbstsicherer in die Aktionen reingegangen sind“, ärgerte sich Nordberg, der für seine offene Kritik, von der Linie aus, die entsprechende Verwarnung kassierte.

Lange sah es aus, als ob Coach Nordberg seine Mannschaft doch noch zum Sieg führen könnte.

Das Ende dieses Krimis war der 28:22-Sieg für das HLZ. Nun liegt es an der letzten Partie der Vorrunde, bei der der Gegner erneut Ahlen heißen wird. Die letzte Chance für Beckum, das Oberliga-Ticket zu lösen. Und was wünscht sich die Mannschaft? Natürlich den Sieg, und: möglichst viele heimische Fans, die sie lautstark zu diesem Ziel begleiten. Am kommenden Samstag, den 15.12., um 15:00 Uhr soll die Jahnhalle durch die Beckumer Fans beben.

TVB: Kuhlhüser A. (TW), Kliewe (1), Nordberg J. (6), Nordberg R. (3), Berger (1), Turowski, Holling (7), Berief (1), Pahlenkemper (2), Große-Westhoff (1)

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Dieses Mal „nur“ ein Punkt für Beckum
TVB weiterhin auf Platz zwei in Oberliga-Vorrunde

Hörste. Das Harz und der TVB – nein, das ist immer noch keine perfekte Verbindung. Die weibliche B1 tat sich schwer im Rückrundenspiel gegen die TG Hörste. Ungenaue Pässe, verschossene Torchancen, vermindertes Tempo: die Gäste brauchten 20 Minuten, um sich einzugewöhnen. Die TG freute es. Sie konnten mit 12:6 in Führung gehen.

Legte mit ihrem Team zusammen eine souveräne Aufholjagd hin: Rina Nordberg.

„Es war sehr wohl eine schwere Partie für uns. Im Spiel mit Harz fehlt uns die Routine – zudem waren längst nicht alle Mädchen einsatzbereit. Bis kurz vor Anpfiff war unklar, ob wir ohne Torhüterin auskommen müssen“, so Dirk Nordberg, Trainer des TVB. Dann stellte sich Ann-Christin Hoppe doch in den Kasten, biss sich durch – blieb aber weit hinter ihren Möglichkeiten. Ihre Teamkolleginnen kamen dagegen immer besser zurecht, holten Punkt für Punkt auf. Zur Pause (13:11) waren sie bis auf zwei Tore heran, zweieinhalb Minuten danach gab’s den Ausgleich und vierzig Sekunden später die 14:15-Führung.

Trotz Erkältung war Marie Pahlenkemper eine wichtige Kraft auf der Platte.

„Unter diesen, für uns schwierigen Umständen haben wir das gut gelöst: haben aufgeholt, die Partie gedreht und es runtergespielt. Ich bin mit dem Niveau durchaus zufrieden“, reflektierte Nordberg. Aber es blieb knapp. Viermal konnte Hörste noch ausgleichen, viermal ging Beckum wieder in Führung. Als die TG in der 48. Minute mit Zweien zurück lag, schien der Drops gelutscht.

Mit 13 Toren (davon sieben Siebenmeter) brachte Jana Nordberg die meisten Treffer unter.

Doch dann kam es seitens der Gäste zu ein paar unnötigen Patzern – statt den Ball zu sichern und zu halten, spielten sie ihn direkt in die gegnerischen Hände. Am Ende gelang dem Gastgeber der glückliche 26:26-Ausgleich. Beckum fuhr mit einem Punkt nach Hause. Der Wille aber ist da, gegen Ahlen am nächsten Wochenende mehr herauszuholen.

TVB: Hoppe (TW), Nordberg J. (13/7), Nordberg R. (3), Berger, Turowski, Holling (4), Berief, Pahlenkemper (2), Große-Westhoff (4), Güttler, Hülsen

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Oberliga Vorrunde
Beckum fehlt es an Selbstvertrauen

Everswinkel. In der Hinrunde war Beckum noch tief beeindruckt gewesen von den großen Spielerinnen des SC DJK Everswinkel. Das sollte nicht noch einmal passieren. So machte gerade die Abwehr in der ersten Halbzeit ihre Sache richtig gut. Obwohl sich selbst die über 1,80 m große Tessa Holling hinter Everswinkels Nr. 21 verstecken konnte, ließ die TVB-Frau kein Durchkommen zu. Der Gastgeber legte all seine Kraft in die Versuche Beckums Linien zu durchbrechen – das wiederum hielt mit aller Macht dagegen. Ein Kräfte raubendes Prozedere. Was hinten viel Energie raubte, sollte vorn nicht minder schwierig werden: die Everswinkler Spielerinnen bildeten, aufgrund ihrer Körperlichkeit eine extrem schwer zu überwindende 6:0-Wand. Immer wieder schafften sie es, die Angriffe der Gäste zu stoppen, oft, nach Ansicht des TVB, mit Siebenmeter würdige Methoden. Doch die Unparteiischen sahen das anders, ließen die Aktionen ungeahndet. Wie sehr auf beiden Seiten um jedes Tor gerungen wurde, zeigt die geringe Torausbeute bis zur Pause: 4:3 (16. Minute), 5:4 (21.) und 7:5 (25.).

Trainer Dirk Nordberg fand nicht die richtigen Worte, um seinem Team den Rücken zu stärken.

„Wir können mehr. Ich weiß ja, was in ihnen steckt. Wir haben vorn viel zu wenig Chancen genutzt, zu viel verworfen. Es war schwer, keine Frage, aber da wäre weitaus mehr drin gewesen. So gab es von mir auch eine sehr deutliche Ansage in der Kabine – genutzt hat die leider wenig,“ ärgerte sich Beckums Trainer Dirk Nordberg.

Anna Kuhlhüser zeigte tolle Paraden – konnte die Niederlage jedoch nicht abwenden.

Es folgte eher das Gegenteil von dem, was er sich erhofft hatte: Zurück auf der Platte erschien der TVB Kader frustriert und mutlos. Selbst die anfänglich so starke Abwehr ließ merklich nach. Everswinkels Antwort: Vier Tore in Folge. Ein ums andere Mal schaffte es die immer selbe Spielerin einzulaufen, die Beckumer Abwehr zu hintergehen, stand somit frei vor’m Tor, wurde bedient und belohnte sich. Selbst eine Torhüterin wie Anna Kuhlhüser, die wieder einige tolle Paraden zeigte, war gegen diese Bombardements machtlos. In der 42 Minute (21:12) sah es aus, als hätte sich Beckum aufgegeben. Doch man sollte diese Mannschaft nicht unterschätzen: Während die Heimsieben es in den letzten acht Minuten gerade Mal auf zwei Treffer brachte, polierten die Gäste das Ergebnis durch sieben Treffer auf ein 23:19 auf. „Sie haben gekämpft. Leider hatten wir diesen Hänger in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit. Das hat uns den Sieg gekostet. Jetzt muss unser Fokus auf den letzten drei Spielen der Vorrunde liegen. Die Punkte sollten definitiv auf unser Konto fließen,“ zeigte sich Nordberg kämpferisch.

TVB: Kuhlhüser (TW), Nordberg J. (6), Nordberg R. (2), Berger, Turowski (4/2), Holling (2), Berief (1), Pahlenkemper (1), Kliewe (2), Große-Westhoff (1)

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Kader schrumpft – Siegeswille bleibt
Beckum schlägt FC Vorwärts Wettringen auch in Rückrunde

Wettringen. „Das war alles andere, als selbstverständlich – da haben sie einen richtig guten Job gemacht“, freute sich Coach Nordberg über den 24:30-Sieg seiner B1-Juniorinnen gegen den FC.

Auch Verstärkungsspielerin Hanna Große-Westhoff wusste sich in Szene zu setzen. Sie steuerte zwei Treffer bei. (Archivbild)

Nun mochte man vor der Partie anmerken, dass der Tabellenzweite Beckum als klarer Favorit anreiste, Wettringen schon in der Hinrunde besiegen konnte, doch ließ die hohe Zahl an Ausfällen Zweifel zu: „Ich musste auf vier meiner Stammspieler verzichten. Nicht alle, die auf der Bank saßen konnte ich guten Gewissens bringen. So mussten einige 50 Minuten durchziehen. Mir fehlten schlicht und einfach die Wechseloptionen“, so Nordberg. Aber wer braucht schon Optionen, wenn er eine so starke Sieben auf dem Platz hat?

Trotz Rückenproblemen biss sich Tessa Holling durch. (Archivbild)

Während es zur Halbzeitpause nur für ein knappes 13:15 reichte, konnten die Gäste danach ihre Führung zügig ausbauen. Kreisläuferin Hannah Berger (5 Tore) und Jana Nordberg (9 Tore) zeigten eine perfekte Interaktion, waren sicherlich spielentscheidend. Fügt man dem noch eine treffsichere Nina Berief auf Linksaußen und eine reaktionsschnelle Torhüterleistung von Anna Kuhlhüser hinzu, gibt es Seitens des Trainers wenig zu meckern: „Eine tolle Mannschaftsleistung. Auch die drei Verstärkungs-Spielerinnen aus unserer B2 haben sich super eingebracht“, lobte Nordberg.

Besonders die Beckumer Abwehr war in der Rückrunde gegen den FC Vorwärts Wettringen topp! (Archivbild)

Am Ende krönte Marie Pahlenkemper den Sieg noch mit einem „Last-Minute-Tor“ aus dem Rückraum und machte die 30 voll. Schon am Mittwoch geht es zum Tabellenersten nach Everswinkel. Bleibt abzuwarten, ob der ausgedünnte Beckumer Kader diesen Kraftakt meistern kann.

TVB: Kuhlhüser (TW), Nordberg J (9/4)., Berger (5), Pahlenkemper (4), Holling (3), Berief (6), Große-Westhoff (2), Weber (1), Michels, Turowski

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Jana Nordberg im Landesverband Westfalen weiterhin erfolgreich
TVB-Talent Teil des Sieger-Teams

Beckum/Emmerthal. Am Wochenende der 44. KW reiste der Handballverband Westfalen nach Niedersachsen, um sich dort in einem Turnier mit den elf anderen Landesverbänden zu messen und sich im spielerischen Wettstreit um den HVN-Pokal auf den Deutschlandcup (03.-06.01.2019/DHB-Sichtung) vorzubereiten. Mit an Bord: Jana Nordberg, Spielerin der weiblichen B1 des TV Beckum.

Jana Nordberg zeigte in Emmerthal eine tolle Leistung. Zusammen mit ihren Team-Kolleginnen aus dem Handballverband Westfalen konnte sie sich gegen elf andere Verbände durchsetzen.

Für die Westfalen-Auswahl lief es mehr als gut: Sie meisterten die Gruppenphase ungeschlagen, besiegten sogar starke Mannschaften aus den Verbänden Hessen und Baden-Württemberg. Im Finale hieß es sich dem Gastgeber aus Niedersachsen zu stellen. Auch hier ließ das Team aus Westfalen keinen Zweifel darüber aufkommen, wem der Pokal zusteht. Gerade in den Partien gegen Hessen, Baden-Württemberg und dem Final-Spiel gegen Niedersachsen durfte Jana Nordberg über große Teile der Spielzeit hinweg zeigen, wie sehr sie das in ihr gesetzte Vertrauen verdient. So war Landestrainer Zsolt Homovics nicht nur mit dem 27:23 Pokal-Sieg zufrieden, sondern besonders mit der insgesamt verbesserten Abwehr-, sowie der Individualleistung der einzelnen Spielerinnen.
So spielten sie:
HV Westfalen : HV Niedersachsen 25: 16
HV Mittelrhein : HV Westfalen 12:26
HV Westfalen : HV Saar 25:5
Hessischer HV : HV Westfalen 16:17
HV Westfalen : HV Baden-Württemberg 21:18
Finale: HV Westfalen : HV Niedersachsen 27:23

Weibliche Auswahl Jahrgang 2003: Yasmin Celina Friesen(TW, HSG Blomberg-Lippe), Kimberly Becker (TW, BVB 09 Dortmund ), Jana Nordberg (TV Beckum) 3, Xenia Hirt (HSV Minden-Nord) 12, Lotte Iker (BVB 09 Dortmund) 24/6, Mia Malin Ziercke (HSV Minden-Nord ) 9, Charlotte Mittich (SV Teutonia Riemke 1919) 3, Sidney Lupisella (Werler TV) 10, Lucy Paßkönig  (HSG Blomberg-Lippe) 11, Dana Oblina (TV Verl ) 10, Leni Ruwe (JSG Lenzinghausen-Spenge) 12/1, Finja Treue (HLZ Ahlen) 9, Jana Sattler (BVB 09 Dortmund )13, Emma Pfennig (TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck) 20/1, Sophie Merle Albers (BVB 09 Dortmund) 5
(Quelle: www.handballwestfalen.de)
https://www.handballwestfalen.de/aktuelles/news-detail/news/maedchen-holen-pokal-aus-weserbergland

Der TVB ist zurecht stolz auf die Entwicklung seiner B-Juniorin, die sich gleichzeitig, zusammen mit ihren Beckumer Team-Kolleginnen, gerade einen Platz in der höchsten Jugendlklasse, der Oberliga, erkämpft. Sollte dies gelingen, wäre es das dritte Mal in Folge.
Sowohl die Mannschaftsverdienste des Beckumer Kaders als auch die herausragende Leistung von Jana Nordberg zeigen, wie viel durch eine gute Ausbildung, die richtige Unterstützung und viel Engagement erreicht werden kann.


Starker Auftritt der Nordberg-Sieben
TVB besiegt Verl mit 19:13

Beckum. In der Hinrunde hatten sie sich dem TV Verl noch geschlagen geben müssen. Mit dem Tabellenzweiten empfingen die Beckumer Juniorinnen am vergangenen Samstag einen der stärksten Gegner im Kampf um die begehrten Oberliga-Plätze. Die Partie startete auf beiden Seiten erwartungsgemäß temporeich, doch die Beckumer agierten eine Spur souveräner. Trainer Dirk Nordberg verzichtete auf eine 6:0, ließ seine Defensive sehr offen, hielt sie dafür extrem beweglich. Ein gutes Mittel, um den TV Verl früh zu stören, sich einige gute Kontermöglichkeiten zu erarbeiten.

Parkte ein paar schöne Bälle von Linksaußen im gegnerischen Kasten: Nina Berief. (Archivbild)

„Wir haben eine tolle Abwehrarbeit gemacht, sind gut in die erste und zweite Welle gekommen, haben fast noch zu wenig daraus gemacht – hätten viel früher und höher das Spiel für uns entscheiden können. Insgesamt haben wir ein richtig gutes Spiel geliefert, haben das Körperliche angenommen und das, obwohl der Kader mit zwei Verletzten recht dünn besetzt war,“ freute sich Nordberg. So schaffte es die Heimsieben, bis auf die beiden Ausgleichstreffer, 2:2 (5. Min.) und 3:3 (7.Min.), ihre knappe Führung (8:7) bis in die Pause zu verteidigen.

Jana Nordberg in Bestform: Ihre große Gegenspielerin hatte sie gut im Griff, hielt das Tempo hoch und schaffte mit geschickten Spielzügen Raum für erfolgreiche Abschlüsse. (Archivbild)

Auch die zweite Hälfte startete mit zwei schnellen Treffern für den TVB vielversprechend. Doch dann machten sie es noch einmal spannend. Viele unhaltbare Geschosse trafen die Latte. Dazu ein Foul und die Chance für die Gäste durch den Siebenmeter auszugleichen – schon war Verl wieder dran (10:9, 30. Min). Beckums Antwort: hinten nichts zulassen und vorn aus allen Positionen feuern – bis man den Lohn kassieren kann. In diesem Fall: sechs Tore in sieben Minuten ohne Gegentreffer.

Gehörte, trotz einiger verworfener Bälle, zu denen, die nicht nachließen und sich schlussendlich dafür belohnten: Marie Pahlenkemper (Archivbild) punktete zweimal.

Im letzten Drittel der zweiten Halbzeit merkte man den Gästen die Frustration an. Die Reaktionen aus der Coaching-Zone wurden lauter, die Aktionen auf der Platte unüberlegter – teilweise unnötig riskant. So sah Verls Nr. 19 beim Stand von 16:10, in der 44. Minute, nach einer gefährlichen Aktion gegen Jana Nordberg, rot –konnte froh sein, dass es nicht die Blaue gab. Am Ende war Beckum, mit dem wohlverdienten 19:13 einen wichtigen Schritt weiter in Richtung Oberliga.

TVB: Kuhlhüser (TW), Hoppe (TW), Nordberg J. (3)., Nordberg R. (3), Berger, Pahlenkemper (2), Turowski (2), Holling (5/1), Berief (3), Güttler (1/1), Hülsen

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Wenn Coaching-Zonen brennen
Beckum startet Aufholjagd zu spät

Beckum. Was war das für eine Welle, die am vergangenen Dienstag auf die weibliche B1 des TVB zurollte? Der SC DJK Everswinkel war mit einem breiten Kader angereist und setzte von Anfang an auf Wucht und Geschwindigkeit. Die Gäste lösten viel über zwei große Spielerinnen (Kreis und Rückraum) – waren insgesamt aufgrund ihrer raumgreifenden Präsenz schwer zu stoppen. Und die Gastgeber? Die ließen sich beeindrucken, wirkten, gerade in der Anfangsphase hilflos. Sehr zum Ärger von Trainer Dirk Nordberg: „Man muss den Sieg schon wollen. Das, was wir hier geliefert haben war absoluter Murks. Wir waren zu langsam, sind nicht in die 1:1-Situationen gegangen – haben uns einfach nicht an die Vorgaben gehalten.“

Ließ seinem Ärger freien Lauf: Dirk Nordberg, Trainer beim TVB, hatte so einiges auszusetzen, was die Leistung seiner Mannschaft anging.

Nach sechs Minuten stand es 0:5, nach acht weiteren 3:9. Die Heim-Sieben schien keinen Fuß an den Boden zu bekommen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte gab es Anzeichen einer Aufholjagd. Mit dem 8:13-Halbzeitergebnis ging es in die Kabine. Und dort standen die Zeichen auf Sturm.

Dieses Mal wurde jede Unterbrechung genutzt. Dirk Nordberg gibt Marie Pahlenkemper Anweisungen an der Außenlinie.

Nach Wiederanpfiff arbeite Beckum sich heran, war aber gleichzeitig vom Pech verfolgt: Allein Tessa Holling vergab acht Chancen an die Pfosten/Latte. Hätte nur die Hälfte der zumeist unhaltbaren Geschosse ihr Ziel erreicht, hätte das die Niederlage abwenden können. Glück für Everswinkel, zumal sich der TVB nach wie vor schwer tat.

Linksaußen Nina Berief musste mal wieder zwischen die Pfosten und machte ihre Sache gut. Sie hielt Beckum im Spiel, wehrte sogar einen Siebenmeter ab.

Die Emotionen kochten – nicht nur auf der heimischen Trainerbank. Während Coach Nordberg seinen Unmut gegen die eigene Mannschaft richtete, fand der Trainer des SC sein Ziel im Unparteiischen. Die Konsequenz: zweimal Gelb, zwei Minuten. Am Ende gewann Everswinkel knapp, aber verdient mit zwei Toren Vorsprung (23:25) und nahm die Punkte mit nach Hause.

TVB: Hoppe (TW), Lüdeke, Nordberg J (6/2)., Nordberg R (4)., Berger, Turowski (2), Holling (7/3), Berief (2), Pahlenkemper (1), Große-Westhoff (1), Michels, Güttler

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Nordberg-Sieben kommt mit Ausfällen besser klar
„Spiel gegen Hörste eine echte Wundertüte“

Beckum. Es gab im Vorfeld der Begegnung zwischen der TG Horste und dem TVB viel Aufregung. Die Gäste baten um eine Spielverlegung, da zwei ihrer Spielerinnen in der der A-Jugend aushelfen sollten. Trotz intensiver Bemühungen, insbesondere durch den Beckumer Mannschaftsvorsitzenden, konnte diesem Wunsch am Ende nicht entsprochen werden: die Spiele in der Oberliga-Vorrunde waren einfach zu eng getaktet, andere Mannschaften der Liga aus gleichem Grund nicht bereit zu tauschen.

„Für uns war das Spiel eine sogenannte Wundertüte. Wir selbst hatten mit dem Ausfall unserer Torhüterin und einer weiteren torgefährlichen Spielerin zu kämpfen – nach wie vor waren Einige angeschlagen. Dazu kam der Trainingsausfall der letzten Woche, da zwei Drittel der Mannschaft auf Klassenfahrt war. So richtig wussten wir nicht, wo die Reise hinführen würde. Hinterher zeigte sich, dass die Belastung auf Hörster Seite deutlich größer war, sie ihre Ausfälle nicht kompensieren konnten und somit völlig chancenlos waren“, analysierte Trainer Dirk Nordberg den schwachen Auftritt der Gäste.

Erst in der 13. Minute (8:0) gelang Hörste der erste Treffer. Doch auch dieses erlösende erste Tor brachte keine große Wende. Beckum dominierte die ganze Partie über. „Gewünscht hätten wir uns natürlich ein Spiel, das deutlich enger, auf Oberliga-Niveau gewesen wäre, aber das hat Hörstes Kader scheinbar nicht hergegeben. Wir haben viel ausprobiert, haben endlich mal wieder Tempo-Handball gespielt, sind in die Zweikämpfe gegangen, haben unser Kreisläufer-Spiel in Fahrt gebracht. Es war in Ordnung. Mehr kann man dazu gar nicht sagen. Jetzt gilt es den Hebel umzulegen und uns auf das Spiel am Dienstag gegen Everswinkel vorzubereiten. Das wird ein deutlich schwereres Spiel werden“, so Nordberg.

Mit dem 31:11-Sieg (17:5) gegen Hörste steht Beckum momentan auf Platz zwei der Tabelle. Am Dienstag, um 19:00 Uhr wird sich in der Jahnhalle zeigen, ob sich dieser Rang halten lässt.

TVB: Hoppe (TW), Lüdeke (1), Nordberg J (4/1)., Nordberg R (3)., Berger (2), Turowski (4), Holling (5), Berief (4), Pahlenkemper (5), Römer (1), Frölich (2)

Bericht/Bild Karen Kliewe


Weibliche B1 holt erste Vorrundenpunkte
Kampfgeist bringt Beckum den Sieg

Beckum. Zwei Spielerinnen verletzt, große Teile der Mannschaft durch die erste Grippewelle geschwächt – die Personalsorgen waren dem Beckumer Trainer Dirk Nordberg anzusehen. Auch der Umstand, nur eine Torhüterin im Kader zu haben, sollte sich als problematisch erweisen. „Wir tun uns im Moment schwer in die Saison reinzukommen: Wir hatten nicht so den Zug zum Tor, wir hatten keinen Zugriff auf’s Spiel, wir waren in gewisser Hinsicht nicht bereit genug. Klar, wir hatten viele angeschlagene Spielerinnen, dazu die Verletzungen zweier durchsetzungsstarker Mädchen, im Grunde mussten wir mit einer Rückraum-Besetzung spielen“, kommentierte der Trainer des TVB.

Trotz der für sie günstigen Umstände hatten die Gäste vom FC Vorwärts Wettringen zunächst Mühe in der Chancenverwertung. Lange waren beide Teams gleichauf. Erst in der 24. Minute gelang es dem FC sich auf vier Zähler abzusetzen. Mit einem 11:14-Rückstand für den TVB ging es in die zweite Hälfte. Vorwärts Wettringen versuchte den Druck hochzuhalten, konnte den Gegner jedoch nicht abschütteln. Im Gegenteil: Die Heimsieben kam immer wieder auf zwei Tore heran.

Als dann Beckums Keeper Anna Kuhlhüser einen unglücklichen Treffer gegen den Kopf einstecken musste, kurzfristig bewusstlos zu Boden ging, war Dirk Nordberg gezwungen seine Linksaußen Nina Berief in den Kasten zu stellen. Statt aufzugeben mobilisierte die Heim-Sieben alle Kräfte und kämpfte. In der 42. Minute gelang ihr zum ersten Mal der Ausgleich, in der 48. der verdiente Führungstreffer durch eine mutig spielende Rina Nordberg.

Da war die Welt noch in Ordnung. Leider musste Anna Kuhlhüser, nach einem harten Treffer gegen den Kopf, vom Platz – glücklicherweise ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

Der FC hingegen schien beeindruckt, scheiterte im so wichtigen Siebenmeter-Duell an Beckums Vertretungs-Torhüterin und ließ sich den sicher geglaubten Sieg nehmen. Auch der verzweifelte Versuch der Gäste, 2o Sekunden vor Schluss, mit einer offenen Manndeckung in Ballbesitz zu kommen, um wenigstens noch einen Punkt zu retten, scheiterte: Drei Sekunden vor Abpfiff machte Tessa Holling vom TVB-Team den Deckel drauf und beendete die Partie mit einem 26:24-Sieg.

„Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, um wieder ein bisschen lockerer zu werden, um in die Bewegung zu kommen und zu unserem technisch guten Spiel zurückzufinden, damit wir endlich richtig durchstarten können“, so Nordberg.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke, Nordberg J (7)., Nordberg R (6)., Berger (1), Turowski (3/1), Holling (6/1), Berief (2), Große-Westhoff, Michels (1)

Bericht/Bild Karen Kliewe


Weibliche B1 zeigt sich müde im Angriff
Erste Vorrunden-Niederlage für Beckum

Verl. Es war das erste Spiel nach der Sommerpause, und das erste der Oberliga- Landesliga-Vorrunde 2018/2019. Mit dem TV Verl trafen die Beckumer Mädchen am vergangenen Sonntag auf einen bekanntermaßen starken, schnellen Gegner. Trotz guter Trainingsvorbereitungen auf Seiten der Gäste, merkte man früh, dass die Heimsieben die Partie dominierte. Verl machte Druck, spielte schnell, nutzte die gesamte Breite, um die Nordberg-Sieben auszuspielen, sich Räume zu schaffen.

Doch die Abwehr der Gäste machte ihren Job gut, verhinderte viel. Allein im Angriff hatte Beckum wenig zu bieten: im Aufbau zu statisch, verpasste Konterchancen – es fehlte an Schnelligkeit und dem Drang zum Tor. Ihre Abwehrstärke hielt sie zunächst im Spiel. Mit nur drei Toren Vorsprung für den TV Verl (10:7) ging es in die Halbzeitpause.

Hat gekämpft, gezogen und musste so manches einstecken. Unterkriegen ließ sie sich nicht: Marlene Lüdeke konnte vier Mal punkten.

Während die Beckumer Fans darauf hofften, es habe in der Kabine den entscheidenden Weckruf gegeben, erhöhte der Gastgeber den Schwierigkeitsgrad: Er nahm mit Jana Nordberg eine der schnellsten Spielerinnen in permanente und sehr erfolgreiche Mann-Deckung. Und während das Konzept des TV Verls Früchte trug, stieg bei der Nordberg-Sieben die Nervosität. Die Folge: Fehlpässe, Abstimmungsschwierigkeiten, Wechselfehler. Am Ende musste sich Beckum, mit 24:19, einer an diesem Tag durchsetzungskräftigeren Verler Mannschaft geschlagen geben.

„Verl ist meines Erachtens die stärkste Mannschaft in unserer Gruppe. Wir haben schwer in dieses Spiel gefunden, konnten aber, trotz der für uns ungewohnten Wucht, mit der Verl reingegangen ist, immer den Anschluss halten. Sogar in der zweiten Halbzeit gelang es uns bis auf zwei Tore aufzuschließen. Leider haben einige der Spielerinnen nie wirklich in die Partie gefunden und Verl hat wirklich stark abgeliefert. In der Summe also ein verdienter Sieg für die Heimmannschaft“, lautete die Analyse des Beckumer Trainers nach dem Abpfiff.

TVB: Kuhlhüser (TW), Hoppe (TW), Lüdeke (4), Nordberg J (3/2)., Nordberg R., Berger (2), Pahlenkemper (3), Turowski (1), Holling (5/4), Berief, Güttler (1)

Bericht/Bilder Karen Kliewe


Qualifikation zur Landesliga/Oberliga
Nordberg-Sieben macht den Deckel drauf

Bielefeld/Altenhagen. Als sich die weibliche B1 um Trainer Dirk Nordberg bei 30° Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit zum zweiten Qualifikationsturnier nach Bielefeld/Altenhagen aufmachte war klar, dass es mit dem zur Tradition gewordenen Belohnungs-Eis auf der „Beckumer Siegestreppe“ zu enden hatte.

Beim ersten Spiel gegen Gastgeber TSG Altenhagen Heepen taten sich die Gäste allerdings noch schwer. „Wir hatten in der Halle selber ziemlich hohe Temperaturen. Unsere einzige Torhüterin, die zweite fiel nach wie vor verletzungsbedingt aus, hatte ein bisschen Kreislaufprobleme. Deswegen mussten wir frühzeitig eine Feldspielerin ins Tor stellen. Zudem kamen wir nicht so richtig ins Spiel“, kommentierte der Beckumer Trainer die eher schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft.

Nach der Pause und einem Remis von 11:11 hatte sich die Nordberg-Sieben akklimatisiert. Kaum auf dem Platz hagelte es vier Tore in Folge. „Nach einer Abwehrumstellung haben wir das deutlich besser gemacht, haben gezeigt, dass wir die deutlich bessere Mannschaft sind“, so Nordberg. Da die SG Handball Detmold zurückgezogen hatte war für die Beckumer mit dem 20:27-Sieg über Altenhagen der Einzug in die Vorrunde frühzeitig gesichert.

„Die zweite Partie gegen die Spvg. Steinhagen hatte nicht mehr einen so großen Wert. Somit konnten wir viel ausprobieren, haben viele andere Konstellationen spielen lassen und sie trotzdem sicher und souverän mit 23:16 gewonnen. Insgesamt eine riesenstarke Leistung der Mannschaft, weil der Sprung von der C- in die B-Jugend ein ganz großer ist: Es dürfen auf einmal defensive Abwehrsysteme gespielt werden, wir haben einen größeren Ball, teilweise wird geharzt. Für mich ist diese Leistung noch mal höher zu bewerten, als in den Jahren zuvor. Die Mädels haben einen Riesen-Job gemacht und es mehr als verdient nächstes Jahr wieder in der höchsten Jugendklasse zu spielen“, lobte der Trainer des TV Beckum.

Hier noch ohne Eis, aber schon mit dem Sieg der zweiten Quali-Runde in der Tasche: Die weibliche B1 hatte allen Grund zu jubeln.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke (4), Nordberg J. (6/2) (3), Nordberg R. (2/1), Berger (3) (1), Pahlenkemper (4) (3), Turowski (5), Holling (6/2), Kliewe (1) (4), Berief, Große-Westhoff (1) (3/1), Römer, Hülsen (1), Frölich (3)

Bericht/Bild Karen Kliewe


Weibliche B1 nimmt nächste Hürde
Beckum Tabellenzweite im Quali-Turnier

Nettelstedt. „Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer …“ Dieses Zitat aus einem Song von Xavier Naidoo wird dem Trainerteam der weiblichen B1, Dirk Nordberg und Markus Pahlenkemper wohl in den Sinn gekommen sein, als die Gruppenzuordnung der Quali-Turniere zur Landesliga/Oberliga bekannt gemacht wurde. „Mit drei erfahrenen Mannschaften aus den oberen Klassen, darunter dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, der in der letzten Saison noch im Finale um die Westfalen-Meisterschaft stand, hatten wir eine unglaublich schwierige Gruppe erwischt“, sagte Nordberg. Trotzdem reiste er mit einem eher dünnen Kader an.

Torwarttrainer Markus Pahlenkemper quälten dabei besondere personelle Sorgen: Eine seiner beiden Torhüterinnen musste verletzt zuhause bleiben. Unbegründet: Anna Kuhlhüser lieferte ganz stark, vereitelte selbst manchen Siebenmeter. Und auch die anderen Mädchen machten ihren Job gut. Sie besiegten die SG Menden Sauerland Wölfe mit 17:12. Beim zweiten und stärksten Gegner, dem TuS Bielefeld sah es lange so aus, als ob Beckum es schaffen könnte. Zur Halbzeit stand es knappe 10:12 für den TuS.

„Gegen die starken Bielefelder haben wir lange mithalten können. Da sich in unserem schmalen Kader zudem noch einige angeschlagene Spielerinnen befanden, haben wir aber beschlossen unsere Kräfte für die anderen wichtigen Spiele zu schonen und dieses mit 16:23 ein wenig abgeschenkt. Das hat sich ausgezahlt. Gegen den Gastgeber Nettelstedt haben wir gefighted, auch mal mit zwei Toren zurückgelegen, das Spiel aber drehen und mit 20:15 gewinnen können“, so Nordberg.

Schon bevor man die Gegnerinnen aus Ibbenbüren mit 23:10 besiegt hatte, stand fest, dass Beckum als Tabellenzweiter die nächste Hürde zum Erreichen der Vorrunde erfolgreich genommen hatte. „Trotz Hitze und körperlicher Höchstleistung haben wir das als Mannschaft richtig stark gelöst. Es hat sich ausgezahlt, dass wir in der Vorbereitung bis zu vier Mal in der Woche trainiert haben. Wir konnten das Niveau hoch halten, haben uns viele mutige Schüsse zugetraut“, meinte Nordberg.
Jetzt gilt es im nächsten Turnier, am kommenden Sonntag den Einzug in die Vorrunde klar zu machen.

TVB: Kuhlhüser (TW), Lüdeke, Nordberg J., Nordberg R., Berger, Pahlenkemper, Turowski, Holling, Kliewe, Berief, Güttler

Bericht Karen Kliewe


Altes Problem stoppt Siegesserie des TVB
Weibliche B1 entthront

Werl. Bislang war die weibliche B1 des TV Beckum in der Qualifikationsrunde zur Landesliga/Oberliga nicht zu stoppen: Fünf von fünf Spielen entschieden sie souverän für sich, standen lange Zeit an der Tabellenspitze. Am vergangenen Sonntag waren sie beim letzten Gegner, dem Werler TV zu Gast. Beide Mannschaften hatten ihren Platz im weiterführenden Turnier sicher, konnten der Partie also entspannt entgegenblicken.

Und dann war es da wieder: das altbekannte „Harz-Problem“ der Beckumer. Der Gastgeber hatte sich für die „klebrige Variante“ entschieden und der Nordberg-Sieben damit ein echtes Stück Arbeit beschert. Erstaunlich eigentlich, dass Werl sich zu diesem Schachzug genötigt sah, wo er doch auch ohne diesen Vorteil die vergangenen Partien gegen den TVB immer für sich entscheiden konnte. Da in den Beckumer Hallen ein absolutes Harzverbot besteht, traf es die Gäste unvorbereitet. Dementsprechend holprig lief es für die Nordberg-Sieben in der ersten Halbzeit: schlechte Pässe, viele verworfene Bälle, kein Mut. Die Heimsieben freute es und legte schnell mit vier Toren vor. Zur Halbzeitpause stand es 13:9 für den Werler TV.

Obwohl sich die meisten Beckumer langsam an das ungewohnte Ball-Gefühl gewöhnten, fanden sie auch in der zweiten Hälfte nicht zur gewohnten Form. Trainer Dirk Nordberg sah das Problem längst nicht nur im Harz: „Wir haben uns nicht an die Vorgaben gehalten. Wir haben uns in der Abwehr viel zu wenig bewegt, somit etliche einfache Bälle zugelassen. Kaum kommt eine Unbekannte, wie in diesem Fall das Spiel mit Harz hinzu, lassen wir uns total aus dem Konzept bringen, werfen alles über Bord. Im Angriff haben wir nicht richtig durchgezogen, im Tor die einfachsten Bälle nicht gehalten. Damit können wir uns nicht zufrieden geben. Das ist nicht das, was wir können – und wollen.“

Als die Beckumer kurzzeitig auf zwei Tore herankamen, wuchs die Hoffnung, die Partie doch noch kippen zu können. Doch dazu kam es nicht. Am Ende überwog der Frust und man ließ den Werler TV auf ein deutliches 29:21 davonziehen. Bei dem Thema, ob es in der weiblichen B-Jugend nötig ist mit Harz zu spielen, wird es immer konträre Ansichten geben. Sicher ist, dass Beckum sich was einfallen lassen muss, um zukünftig solchen Situationen souveräner entgegentreten zu können.

TVB: Hoppe (TW), Lüdeke (1), Nordberg J. (5/1), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (5), Turowski, Holling (1), Kliewe (2), Berief (1), Güttler (2)

Bericht Karen Kliewe


Weibliche BI des TVB weiter ungeschlagen
„25 Minuten haben gereicht“

Beckum. Mit dem HLZ Ahlen empfing die weibliche B1 des TV Beckum am Donnerstag den fünften Gegner der Qualifikationsrunde zur Landesliga/Oberliga. Bislang ohne Niederlage präsentierte sich der Nordberg-Kader auch gegen den Nachbarn in Topform.

„Gegen Ahlen haben 25 gute Minuten gereicht, 10 Minuten in der ersten und 15 in der zweiten Halbzeit. Da haben wir gut gespielt: schnell, zielstrebig. Haben in der Abwehr gut gestanden, Ahlen eigentlich vor unlösbare Aufgaben gestellt. Wenn wir mit fünf, sechs, teilweise neun Toren geführt haben, haben wir es aber schleifen lassen. Dann haben wir einfach ein paar Schritte zu wenig gemacht und Ahlen zu einfachen Toren eingeladen“, so Dirk Nordberg, Trainer beim TVB.

In den zitierten „guten 25 Minuten“ gab es dafür viel Sehenswertes: Tessa Holling machte unglaubliche 13 Tore, viele davon unhaltbare Geschosse aus dem Rückraum. Kapitän Sophie Turowski ging am Kreis kein Ball durch die Lappen und auch Marie Pahlenkemper zeigte auf der ungewohnten Außenposition eine starke Leistung. „Wir müssen es schaffen, dass wir die Top-Leistung aus den ersten 10, 15 Minuten dauerhaft abrufen können. Gut, jetzt fehlte uns unsere zweite Torhüterin, die Ahlen noch mal vor andere Aufgaben hätte stellen können. Und auch auf den Außenpositionen hatten wir Ausfälle zu verkraften. Das muss die Mannschaft aber ausgleichen können, ohne das Leistungsniveau abfallen zu lassen“, sagte Nordberg.

Nach dem 28:23 (14:12)-Sieg gegen das HLZ wartet am 13.05., um 14:15 der Werler TV auf die Nordberg-Sieben, um auszuloten, wer die Qualirunde als Tabellenerster abschließt und somit das Folgeturnier zu sich nach Hause holt.

TVB: Hoppe (TW), Kuhlhüser (TW), Lüdeke (1), Nordberg J. (5), Nordberg R. (1), Berger, Pahlenkemper (4), Turowski (1), Holling (13/4), Kliewe (1), Römer (1), Hülsen (1)

Bericht Karen Kliewe


Qualifikation Landesliga/Oberliga
Viertes Spiel gewonnen – TVB sichert sich Platz im Turnier

Soest. „Die ersten vier kommen weiter. Am Besten wir gewinnen einfach alles.“ So lautete die Marschroute von Dirk Nordberg, Trainer der weiblichen B1 von Beckum. Bis jetzt haben sich die Handball-Juniorinnen an diese Vorgabe gehalten und mit dem Soester TV auch den vierten Gegner geschlagen. Obwohl die Nordberg-Sieben ein paar Ausfälle verkraften musste und Soest mit zwölf Feldspielerinnen einiges an Wechseloptionen hatte, setzten sich die Beckumer Gäste schnell deutlich ab.

Ann-Christin Hoppe zeigte wieder ein paar tolle Paraden, auch bei den Siebenmetern.

Zur Halbzeitpause stand es bereits 8:13. Auch in der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber nur selten zum Zug. „Die Abwehr hat wieder tolle Arbeit geleistet. Im Angriff haben wir versucht mit Tempo und Druck nach vorn zu gehen. Sicher – es gibt immer etwas zu verbessern, alles in Allem bin ich aber sehr zufrieden. Besonders so mutige Aktionen wie die Schlagwürfe von Rina Nordberg und die guten Paraden unserer Torhüterin Ann-Christin Hoppe waren sehenswert, aber auch viele schöne 1:1-Situationen der anderen Spielerinnen“, lobte Nordberg.

Die Klatsche für den Soester TV fiel mit 13:29 dementsprechend hoch aus. Rechnerisch sind die Gäste somit durch, haben sich einen Platz im Folgeturnier gesichert, und können dem Spiel gegen das HLZ Ahlen, am kommenden Donnerstag, den 03.05. um 18:45 Uhr in der Jahnhalle, entspannt entgegensehen.

TVB: Hoppe (TW), Kuhlhüser (TW), Lüdeke (2), Nordberg J. (4), Nordberg R. (3), Berger (1), Pahlenkemper (4), Turowski (5), Holling (8/4), Frölich (2), Güttler

Bericht/Bild Karen Kliewe


Da war ordentlich Bewegung drin
TVB schlägt Lüner SV mit 25:21

Beckum. Was war das für eine Partie, die sich da dem Publikum in der Jahnhalle am vergangenen Dienstag bot? Eigentlich sollte man meinen, dass die Spielerinnen der weiblichen B nach zwei souverän gewonnenen Begegnungen in der Qualifikationsrunde mit Gelassenheit in dieses Spiel gehen könnten, aber das sahen die Beckumer wohl anders. „Irgendwie haben wir keine Ruhe reinbekommen. Wir waren immer zu hektisch, haben viele einfache Fehler gemacht. Und diese Unruhe haben wir über das ganze Spiel nicht ablegen können“, sagte Dirk Nordberg, Trainer der Heim-Sieben.

Und Lünen? Die Gäste gingen von Anfang an mit Druck nach vorn, wussten ihre starke Körperlichkeit geschickt einzusetzen und schafften es immer wieder die Gastgeber ins Schwimmen zu bringen. So wurde es eine spannende, temporeiche Begegnung, die durch überhastete Aktionen, meist aus den Beckumer Reihen, streckenweise an ein Tennis-Match erinnerte, so rasant wie der Ballbesitz wechselte. Doch so schnell, wie der Nordberg-Sieben ein Fehler passiert war, so schnell schaffte sie es wiederum Chancen für sich zu verwerten. Und so ging sie mit einem leichten 11:9-Vorsprung in die Kabine.

Allen mahnenden Worten des Trainers zum Trotz kam auch danach keine Ruhe ins Beckumer Team. Und der Unparteiische ahndete jeden noch so kleinen technischen Fehler, – auf beiden Seiten. Die SV gab nicht auf und versuchte immer wieder Herr über das Spiel zu werden. Das aber wussten die Gastgeber durch sauber ausgeführte, schnelle Spielzüge und eine super Torwart-Leistung am Ende der zweiten Halbzeit zu verhindern. Zeitweise gelang dem TVB ein Sieben-Tore-Vorsprung. Am Ende hieß es: 25:21 für Beckum.

„Unerklärlich, diese Hektik! Das Positive ist, dass wir auch mit einer nicht so guten Leistung mit Lünen aus meiner Sicht eine der stärkeren Mannschaften schlagen konnten. Aber diese Unruhe, die müssen wir rauskriegen. Wir müssen unsere Qualität, die wir definitiv haben, mehr zeigen, mehr in die Waagschale werfen. Dann sind solche Siege auch einfacher möglich“, so Nordberg.

TVB: Hoppe (TW), Kuhlhüser (TW), Kliewe, Lüdeke (2), Nordberg J. (6/3), Nordberg R. (2), Berief (4), Berger, Pahlenkemper (2), Turowski (2), Holling (6/2), Römer (1)

Bericht Karen Kliewe


HC TuRa Bergkamen chancenlos
Beckum holt sich die nächsten Quali-Runden-Punkte

Beckum. Im zweiten Quali-Runden-Spiel zur Landesliga/Oberliga empfing die weibliche B1 am vergangenen Samstag den HC TuRa Bergkamen. Beckum war, mit zwei erfolgreich beendeten Oberliga-Runden klarer Favorit und wurde seiner Rolle von Beginn an gerecht. „In der Abwehr waren wir bärenstark, obwohl die großen, kräftigen Rückraumspielerinnen des HC nicht immer leicht zu händeln waren. Wir waren hochkonzentriert und konnten den Bergkamenern im Angriff viele Bälle abnehmen“, freute sich Dirk Nordberg, Trainer des Beckumer Teams.

Schnell hatten sich die Gastgeber einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung erspielt. Der Halbzeitstand: 18:10. Der HC, angereist mit nur einer Auswechselspielerin, schien nicht nur personell geschwächt, sondern auch spielerisch überfordert. Als dann auch noch Beckums Torhüter, insbesondere Anna Kuhlhüser, mit ein paar echten Glanzparaden aufwarten konnte, strahlte das heimische Publikum mit der Sonne um die Wette.

„Anna und Anki, unsere Keeper, haben einen unglaublich guten Job gemacht: Ob Schüsse aus dem Rückraum, ob Siebenmeter oder Konter, – irgendwie hatten die beiden heute alles im Griff“, so der stolze Trainer des TVB. Auch, wenn man den Gastgebern anmerkte, dass sie die letzten zehn Minuten eher kraftsparend spielten, fiel der Sieg mit 29:17 sehr deutlich aus.

Schon am nächsten Dienstag, um 19:00Uhr gibt es für die Nordberg-Sieben in der Jahnhalle die nächste Heim-Partie, und zwar gegen den Lüner SV.

TVB: Hoppe (TW), Kuhlhüser (TW), Kliewe (1), Lüdeke (3), Nordberg J. (6/2), Nordberg R. (2), Berief (4), Berger (1), Pahlenkemper (2), Turowski (3), Holling (6/2), Frölich (1)

Bericht Karen Kliewe


Qualifikationsrunde Landesliga/Oberliga
Weibliche B1 besiegt Heeren-Königsborn 28:33

Unna/Königsborn. Im ersten Qualifikationsspiel der Saison 2018/2019 fuhr die weibliche B1 um Trainer Dirk Nordberg am vergangenen Sonntag zur JSG Heeren-Königsborn. Schnell wurde klar: Aller Anfang ist schwer, denn die Beckumer Mädchen hatten Probleme ins Spiel zu finden, das Leistungs-Level konstant hochzuhalten. Einerseits hatten sie die starken Gastgeber gut im Griff, andererseits wirkten sie streckenweise sehr nervös.

„Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht, weil es das erste Spiel war, vielleicht, weil der Kader sich in dieser neuen Zusammensetzung erst finden muss, – wir konnten nicht ganz das abliefern, was drin gewesen wäre. Unsere Abwehr stand super, bewegte sich effektiv und konnte die JSG oft früh stören. Im Abschluss fehlte es uns dagegen an Selbstvertrauen. Königsborn musste auf ihre hochkarätige Torhüterin verzichten. Das hätten wir viel mehr ausnutzen können“, meinte der Trainer des TV-Beckum.

Trotzdem dominierten die Gäste die Partie. Einzig in der 14. Minute gelang der JSG mit dem 9:9 ein kurzes Remis. Zur Halbzeitpause stand es 15:17 für den TVB. Auch in den zweiten 25 Minuten änderte sich wenig. Erhöhte die Nordberg-Sieben das Tempo, ließ sie ein wenig von der alten Sicherheit durchblitzen, konnte sie sich schnell auf fünf, sechs Tore absetzen.

Glück für Königsborn: Beckum bremste sich immer wieder selber aus. So aber sah man bei den Gästen neben der Freude über den 28:33-Erfolg durchaus auch kritische Reaktionen. „Trotz der guten Leistung ist das steigerungsfähig. Ich weiß, was meine Spielerinnen können. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, dass sie ihre Nervosität ausblenden und ihr Potential voll ausschöpfen“, so Nordberg. Die Gelegenheit dazu bekommen sie schon am nächsten Samstag, den 21.04. um 14:45 Uhr, wenn der TVB den HC TuRa Bergkamen in der Jahnhalle empfängt.

TVB: Hoppe (TW), Kliewe (1), Nordberg J. (8/3), Nordberg R. (3), Berief (5), Berger (3), Pahlenkemper (3), Hülsen, Turowski (5), Holling (4), Güttler (1)

Bericht Karen Kliewe


TVB beim Spiel Deutschland gegen Serbien 29:23 (15:9)
Bad Boys bei den Beckumer Fans handzahm

Dortmund. Die ganz großen einmal aus nächster Nähe sehen, darauf hatten sich Handball-Juniorinnen wie Eltern schon seit Wochen gefreut. Bei strahlendem Sonnenschein und in einem superneuen Luxusbus der Firma Lippebus ließ sich die 45-Mann starke Truppe am letzten Samstag nach Dortmund zur Westfalenhalle kutschieren. Diese war mit 10.891 Zuschauern nahezu ausverkauft, die Stimmung dementsprechend lautstark und mitreißend. Da die Serben sich schwach und ideenlos präsentierten, sahen die Beckumer Fans eine deutlich überlegene Partie der deutschen Nationalmannschaft. Obwohl die Begegnung nicht zu den spannendsten zählte genossen die Mädchen des TVB die Atmosphäre und freuten sich, dass sich am Ende, trotz Abschottung durch die Security der Westfalenhalle, doch noch ein paar Spieler die Zeit für ein Selfie oder Autogramm nahmen.

Der von der Presse so gescholtene Trainer der Deutschen Nationalmannschaft Christian Prokop zeigte sich nach der souverän gewonnenen Partie entspannt und gut gelaunt.

Annika Ebel und Nina Berief versuchen sich in Völkerverständigung und posieren mit einem der serbischen Spieler.

Keiner steigt so hoch wie er. Auch dieses Mal platzierte er ein paar unhaltbare Rückraumtreffer. Die Fans, wie hier Jana Nordberg, mögen den zwei Meter großen Spieler vom MT Melsungen, auch, weil er sich immer besonders viel Zeit für sie nimmt.

Nicht nur auf dem Feld wusste sich Bad Boys-Neuzugang Matthias Musche vom SC Magdeburg ins rechte Licht zu setzen.

Ex- Nationalspieler Dominik Klein (hier mit Nina Berief und Hannah Berger) nahm sich viel Zeit für die Fans und sorgte ordentlich für Stimmung.

Bericht Karen Kliewe/Bilder Ebby Kliewe